Der Pianist hinter dem eisernen Vorhang
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Menschenbilder
Katalogzettel
| Titel | Der Pianist hinter dem eisernen Vorhang |
| Titelzusatz |
Rudolf Kehrer |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Kehrer, Rudolf
[GND
]
Jessa, Mirjam [Gestaltung] [GND ] ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1995.06.04 [Sendedatum] |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] DAT [DAT-Kassette] |
| Signatur | 11-00240_K01, 11-00240 |
| Medienart | Mediendatei |
| Gesamtwerk/Reihe | Menschenbilder |
Information
Inhalt
"..... auf tragische Weise um einen möglichen Welterfolg betrogen", so urteilte ein Kritiker der Fachzeitschrift "Fonoforum" über den Pianisten Rudolf Kehrer. Kehrers einziges Handikap war: Er wurde als Deutschstämmigerim sowjetischen Georgien geboren. Diese Kombination genügte im Stalinreich, um den 18jährigen mit seiner Familie nach Südkastachstan zu verbannen. Das Klavier verstummte in der Verbannung für 13 lange Jahre. Kehrer mußte Lehrer für Mathematik und Physik werden. Erst sein Lehrergehalt ermöglichte ihm, das Taschkenter Konserva torium zu besuchen und mit Auszeichnung abzuschließen. Er gewinnt erste Preise in der Sowjetunion, konzertiert viel und unterrichtet an den ersten Schulen des Landes, zuletzt am berühmten Tschaikowsky Konservatorium. Doch Kehrers einzig- artige Kunst dringt nicht durch den eisernen Vorhang. Auftritte im Westen sind nicht erlaubt. So startet die eigentliche Karriere dieses Künstlers, der von Kritikern in eine Reihe mit Kollegen wie Svjatoslav Richter gestellt wird, erst jetzt. Heute ist Rudolf Kehrer 72 Jahre alt, lebt bescheiden mit seiner Frau in einer kleinen Wiener Altbauwohnung, lehrt an der Hochschule für Musik und gibt Konzerte. (orf)