Ich spür ein Tier
Katalogzettel
| Titel | Ich spür ein Tier |
| Spieldauer | 00:01:34 |
| Urheber/innen |
Wolkenstein, Oswald von [Komponist/in]
[GND]
|
| Mitwirkende |
Seywald, Michael
[GND
]
Hofhaimer, Paul [GND ] |
| Datum |
1997 |
| Schlagworte | Musik ; E-Musik ; Publizierte und vervielfältigte Aufnahme |
|
15. Jahrhundert
14. Jahrhundert |
|
| Typ | audio |
| Format |
CD [Compact Disc] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | Österreichische Mediathek, 8-29638_b01 |
| Medienart | Mp3-Audiodatei |
Information
Inhalt
Oswald von Wolkenstein (um 1377 – 1445, Meran)
Der Südtiroler Oswald von Wolkenstein gilt als einer der letzten Vertreter des deutschen Minnesangs, seine Texte und Lieder greifen jedoch schon weit über die höfische Tradition dieser Kunstform hinaus. Seine Lebensgeschichte ist durch Quellen gut belegt. Schon in jungen Jahren weit gereist, verarbeitete er seine Eindrücke und Erlebnisse in seinen Liedern, von denen sich etwa 130 erhalten haben. In diesen, sehr oft autobiografischen, Werken griff Oswald von Wolkenstein häufig auf die Sprache des Alltags zurück, verarbeitete Dialektausdrücke und prägte eigene Wortschöpfungen. Die Lieder sind gekennzeichnet von einer Sinnlichkeit der Sprache, die bis zum Derb-Obszönen reicht, und einer Vorherrschaft weltlicher Themen, nur vereinzelt finden sich auch geistliche Werke. In der persönlichen und individuellen Komponente seines Schaffens begegnet man dem sich seiner Individualität bewussten Renaissancemenschen, einem der ersten „modernen“ Dichter des deutschen Sprachraums.
Die Dichtung Oswald von Wolkensteins steht unter einer starken Betonung des Musikalischen. Wie in dieser Zeit üblich wurde ein und dieselbe Melodie auch mehrfach verwendet, im Tempo, in der Besetzung der Singstimme und in den verwendeten Begleitinstrumenten auf den jeweiligen Inhalt abgestimmt. Bei einigen Liedern lässt sich jedoch schon eine individuelle, auf den Text ausgerichtete Tonsprache feststellen. Mit seinen mehrstimmigen Kompositionen griff er auch auf musikalischem Gebiet die Strömungen der neuen Zeit auf.
Der Südtiroler Oswald von Wolkenstein gilt als einer der letzten Vertreter des deutschen Minnesangs, seine Texte und Lieder greifen jedoch schon weit über die höfische Tradition dieser Kunstform hinaus. Seine Lebensgeschichte ist durch Quellen gut belegt. Schon in jungen Jahren weit gereist, verarbeitete er seine Eindrücke und Erlebnisse in seinen Liedern, von denen sich etwa 130 erhalten haben. In diesen, sehr oft autobiografischen, Werken griff Oswald von Wolkenstein häufig auf die Sprache des Alltags zurück, verarbeitete Dialektausdrücke und prägte eigene Wortschöpfungen. Die Lieder sind gekennzeichnet von einer Sinnlichkeit der Sprache, die bis zum Derb-Obszönen reicht, und einer Vorherrschaft weltlicher Themen, nur vereinzelt finden sich auch geistliche Werke. In der persönlichen und individuellen Komponente seines Schaffens begegnet man dem sich seiner Individualität bewussten Renaissancemenschen, einem der ersten „modernen“ Dichter des deutschen Sprachraums.
Die Dichtung Oswald von Wolkensteins steht unter einer starken Betonung des Musikalischen. Wie in dieser Zeit üblich wurde ein und dieselbe Melodie auch mehrfach verwendet, im Tempo, in der Besetzung der Singstimme und in den verwendeten Begleitinstrumenten auf den jeweiligen Inhalt abgestimmt. Bei einigen Liedern lässt sich jedoch schon eine individuelle, auf den Text ausgerichtete Tonsprache feststellen. Mit seinen mehrstimmigen Kompositionen griff er auch auf musikalischem Gebiet die Strömungen der neuen Zeit auf.