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Mein Simmering

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Katalogzettel

Titel Mein Simmering
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Prohaska, Herbert [GND ]
Leitner, Franz
Seida, Michael
Starek, August
Klein, Chico [Regie]
ORF 2 [Sendeanstalt]
Datum 2012.08.19 [Sendedatum]
Schlagworte Kultur ; Gesellschaft ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DVD [DVD]
Sprache Deutsch
Signatur 12-09329

Information

Inhalt

1892 Wien eingemeindet, bestand der Bezirk damals noch aus zwei
Gemeinden: Simmering, wo der weitaus größte Teil der Bevölkerung
lebte, und Kaiserebersdorf, das aus viel unbebautem Gebiet bestand.
Heute leben hier 88.000 Einwohner, die meisten davon sind Arbeiter.
1934 entstanden in Simmering die ersten Gemeindebauten, 19 an der
Zahl. Erst Anfang der 1960er Jahre wurde auch im Gebiet
Kaiserebersdorf mit dem Bau von Wohnsiedlungen begonnen.
Die Bewohner Simmerings fühlen sich nach wie vor den kleinen Vierteln
zugehörig: Geiselberg, Hasenleiten, Thürnlhof, Kaiserebersdorf,
Albern, Simmeringer Haide, Neugebäude, und Leberberg. Trotzdem wird
behauptet, dass Simmering ein Dorf sei: man träfe im Wirtshaus immer
wieder dieselben Leute. Außerdem weist Simmering eine Besonderheit
auf, die als typisch morbid-wienerisch gilt: berühmte Friedhöfe. Dazu
zählen der Friedhof der Namenlosen, der Zentralfriedhof, und der
erste Wiener Tierfriedhof.
Der 120 Jahre alte Wiener Bezirk wird in dieser unterhaltsamen
Filmdokumentation von Felix Breisach in Form von
Kindheitserinnerungen und Anekdoten, persönlichen Geschichten von
bekannten, ja legendären Simmeringern präsentiert: August "Gustl"
Starek, der seine ersten Fußballschuhe beim 1. Simmeringer SC zerriss
und in Folge bei Rapid, darauffolgend in Nürnberg und bei Bayern
München jedes Jahr Meister wurde, Herbert Prohaska, den es von der
Simmeringer "Hasenleiten" nach Mailand und Rom zog, sind Teil einer
prominenten Tischrunde, die vom Stepptänzer, Sänger und Entertainer
Michael Seida und dem zweifachen Österreichischen Staatsmeister im
Speedway, Franz Leitner, komplettiert wird.
Michael Seida, dessen Wahlspruch "vom Gemeindebau auf die Bühne der
Wiener Stadthalle" lautet, führt an Simmerings Orte und Plätze, um
sowohl Geschichtliches als auch Persönliches zu erzählen: vom
Triumphzug des Karl Schranz oder den Staatsbesuchen, die sowohl
Michael Seida als auch Herbert Prohaska auf der Simmeringer
Hauptstraße erlebten, genauso wie die Entstehung des berühmten Zitats
Helmut Qualtingers "Simmering : Kapfenberg, das nenn' i Brutalität".
Das Gebiet um Schloss Neugebäude, wo Franz Leitner aufgewachsen ist,
bis zum Schloss Thürnlhof, wo einst Napoleon nächtigte, wird ebenso
behandelt wie das legendäre Café Horvath oder die Simmeringer
Hauptstraße, wo August Starek noch Fußball spielte. Vom
Zentralfriedhof mit seinen Prunkgräbern zum nachdenklich stimmenden
Friedhof der Namenlosen, dem Gebiet rund um den Alberner Hafen, der
Barackensiedlung Hasenleiten, die in den 50er Jahren verschwand,
führt die filmische Reise in die Gebiete, in denen die prominenten
Protagonisten aufgewachsen sind und damit in ihre Jugendjahre zurück.

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