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Orientierung [2014.05.25]

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Orientierung

Katalogzettel

Titel Orientierung [2014.05.25]
Titelzusatz Das Religionsmagazin
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Riedl-Daser, Christoph [Moderation]
Steidl, Norbert [Redaktion]
Batlogg, Andreas R. [Interviewte/r]
ORF 2 [Sendeanstalt]
Datum 2014.05.25 [Sendedatum]
Schlagworte Medien und Kommunikation ; Religion ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DVD [DVD]
Sprache Deutsch
Signatur 12-10350_01
Medienart DVD
Gesamtwerk/Reihe Orientierung

Information

Inhalt

Papst im Nahen Osten: Christen-Enklave im Westjordanland
Als „Ephraim“ hat der Ort schon zu biblischen Zeiten Beachtung gefunden, heute ist Taybeh – nicht weit von Jerusalem entfernt - das einzige Dorf im Westjordanland, das fast ausschließlich von Christen bewohnt wird. Vom bevorstehenden Papstbesuch im Heiligen Land erwartet sich der Ort, auch wenn Franziskus nicht direkt hierher kommen wird, „Rückendeckung“ und wohl auch ein Stück Ermutigung. Denn seit Jahrzehnten leidet Taybeh unter dem Exodus, der Abwanderung von Menschen, die ihr Glück im Ausland suchen. 1300 sind es, die geblieben sind. Grenzmauern machen den Alltag beschwerlich. Aber mittlerweile sind zahlreiche Initiativen entstanden, die das Bleiben erleichtern sollen: Eine Fabrik für Öllampen ist gegründet worden, die auch auf den Export der „Friedenssymbole“ eingestellt ist. Außerdem widmet man sich vermehrt der Produktion von Bio-Olivenöl und ist stolz auf die einzige Bierbrauerei im Palästinensergebiet, die sich noch dazu deutscher Knowhow-Unterstützung erfreuen darf. Ein „Orientierung“-Team hat die christliche Enklave im Westjordanland wenige Tage vor der Papstvisite im Nahen Osten besucht.
Bericht: Mathilde Schwabeneder

Im „Orientierung“-Studiogespräch über den Nahostbesuch von Papst Franziskus und die Rolle der christlichen Minderheit im Nahen Osten: der österreichische Jesuit, Theologe und Journalist Andreas R. Batlogg, Chefredakteur der Zeitschrift „Stimmen der Zeit“ und Wissenschaftlicher Leiter des Karl-Rahner-Archivs.

Ferne „Nachbarn in Not“: Hilfe nach Taifun-Katastrophe auf den Philippinen
Er war einer der stärksten tropischen Wirbelstürme seit Beginn verlässlicher Aufzeichnungen: der Taifun Haiyan. Mit Böen bis zu 380 Kilometern pro Stunde fegte er Anfang November des vergangenen Jahres über die philippinischen Inseln Samar und Leyte. Laut Regierungsangaben kamen dabei rund 10.000 Menschen ums Leben, Nichtregierungsorganisationen (NOGs) gehen von 20.000 Todesopfern aus. 4,3 Millionen Menschen verloren durch Yolanda, wie der Super-Taifun auf den Philippinen genannt wird, ihr Obdach. „Nachbar in Not“ hat für die Opfer gesammelt – mehr als drei Millionen Euro wurden gespendet. Mit dem Geld wurden u.a. Projekte der evangelischen Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt. Dank der Zusammenarbeit mit der lokalen Partnerorganisation Leyte Center for Development (LCDE) konnte Hilfe auch in entlegene Dörfer gebracht werden. Ein „Orientierung“-Team hat nun – ein halbes Jahr nach der Katastrophe – die Philippinen besucht und nachgefragt, wofür die Spendengelder verwendet wurden und wie es den Menschen heute geht.
Bericht: Maria Katharina Moser

Lange Nacht der Kirchen: „Kostproben“ mit dem Philosophen Franz Schuh
Seit 2005 gibt es nun die „Langen Nächte der Kirchen“ – durchaus eine Erfolgsgeschichte, wenn man an die Hunderttausenden Besucherinnen und Besucher denkt, die mittlerweile Jahr für Jahr den bunten Veranstaltungsreigen, organisiert von den christlichen Kirchen in Österreich, mit ihrer Anwesenheit beehren. Immerhin mehr als 700 Kirchen haben an diesem Freitagabend ihre Pforten geöffnet, um Gedankenanstöße für einen Dialog über Welt und Glaube zu offerieren. Ausgewählte Stationen dieses kirchlichen Mega-Events besucht ein „Orientierung“-Team heuer mit dem Philosophen und Schriftsteller Franz Schuh (bekannt u.a. durch sein Buch „Schwere Vorwürfe, schmutzige Wäsche“), der seine Gedanken über „Gott und die Welt“ in gewohnt pointierte Formulierungen packt.
Bericht: Marcus Marschalek, Mitarbeit: Florian Bitzan

Harte Strafe: Vorsitzende von „Wir sind Kirche“ exkommuniziert
Sie gilt als „Urgestein“ der katholischen Reformbewegung in Österreich, seit einigen Wochen ist sie auch Vorsitzende der Plattform „Wir sind Kirche“, nun wurde sie exkommuniziert: die Tiroler Religionspädagogin Martha Heizer. Der Anlass: Die regelmäßige Abhaltung privater „Eucharistie-Feiern“. Genau darin aber – in einer „Feier ohne Priester“ - sieht der Vatikan ein „Imitieren der Eucharistie“, was zwangsläufig als „schweres Vergehen“ gilt. Heizer und auch ihr Ehemann hätten sich damit quasi „selbst exkommuniziert“, stellte der Innsbrucker Diözesanbischof Manfred Scheuer „mit Bedauern“ fest. Wiederholt hätte man versucht, Heizer von Feiern dieser Art abzubringen. Die Exkommunikation bedeutet übrigens nicht, wie oft angenommen, den „Ausschluss aus der Kirche“, wohl aber, dass der oder die Betroffene keine Sakramente mehr empfangen darf.
Bericht: Helena Fröhlich

Fundamentalismus im Vormarsch? Afrikanische Staaten ringen um Frieden
Bombenanschläge, Entführungen, Überfälle auf Dörfer: In Nigeria („Boko Haram“), der Zentralafrikanischen Republik und in Kenia häufen sich Nachrichten über Gewalttaten, für die religiöse Extremisten verantwortlich gemacht werden. In Dar es Salaam, der großen Hafenstadt Tansanias, fanden sich kürzlich Vertreter von Islam und Christentum aus mehreren Ländern des subsaharischen Afrika zusammen, um einerseits nach den vielfältigen Gründen für diese dramatische Entwicklung zu fragen, andererseits auch gemeinsame Strategien zu ihrer Eindämmung zu erörtern. Die große, friedliche Mehrheit von Christen und Muslimen, so der Tenor, dürfe sich nicht auseinander dividieren lassen, sondern sollte sich gemeinsam gegen die gewaltbereiten Extremisten wappnen. Die Tagung, an der auch zahlreiche Vertreter tansanischer Dialog-Organisationen teilnahmen, wurde nicht zuletzt durch die Unterstützung der deutschen Konrad-Adenauer-Stiftung und des Lutherischen Weltbundes möglich gemacht. Tansania selbst gilt als vergleichsweise friedliches Land. Allerdings leben Christen auf der Insel Sansibar, die zu Sansibar gehört, nach Anschlägen auf katholische Priester in Angst und Sorge um die Zukunft. Trauriger Höhepunkt der religiös motivierten Gewalt: Ein Geistlicher wurde nach dem Morgengottesdienst vor der Kirche in seinem Auto kaltblütig erschossen.
Bericht: Christian Rathner

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