Erich Fried spricht über seine Kindheit in der Alserbachstraße 11
Katalogzettel
| Titel | Erich Fried spricht über seine Kindheit in der Alserbachstraße 11 |
| Spieldauer | 00:04:57 |
| Mitwirkende |
Vukan, Edith [Gestaltung]
[GND
]
Fried, Erich [Akteur/in] [GND ] ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1987.10.21 [Sendedatum] |
| Ort |
Wien [Ortsbezug]
|
| Schlagworte | Kultur ; Literatur ; Germanistik und Literaturwissenschaften ; Prosa ; Kinder und Jugend ; Soziales ; Familie ; Ständestaat ; Erste Republik ; Interview ; Reportage ; Radiosendung-Mitschnitt |
| Örtliche Einordnung |
Bundesland / Wien
|
|
20. Jahrhundert - 20er Jahre
20. Jahrhundert - 30er Jahre |
|
| Typ | audio |
| Format |
TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Sprache |
Deutsch |
| Rechte |
Mit freundlicher Genehmigung: ORF |
| Signatur | Österreichische Mediathek, 99-87372_b04 |
| Medienart | Mp3-Audiodatei |
Bild: CC BY-SA 3.0 AT. Österreichische Mediathek 2015.
Information
Inhalt
In der Ö1-Sendereihe "Ich stamme aus meiner Kindheit wie aus meinem Land" aus dem Jahr 1987 erzählten bekannte österreichische Autor/innen über ihre frühesten Jahre. In dem hier zu hörenden Ausschnitt schildert der Lyriker, Übersetzer und Essayist Erich Fried Szenen seiner Kindheit, die er in der Alserbachstraße 11 gemeinsam mit Mutter, Vater und Großmutter verbrachte, bevor er im Alter von 17 Jahren aufgrund der nationalsozialistischen Machtübernahme nach Großbritannien floh. Eindrücklich beschreibt Erich Fried seine Beziehungen zur geliebten Großmutter und Mutter sowie seine zwiespältige Hassliebe zum gefürchteten Vater. Der Vater, Hugo Fried, war 1938 bei einem Verhör durch die Gestapo derart misshandelt worden, dass er kurz darauf seinen Verletzungen erlag. Erich Frieds Großmutter, die Besitzerin der Wohnung in der Alserbachstraße, wurde 1941 ins Ghetto Theresienstadt und später weiter nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Die Mutter Nellie Fried konnte ihrem Sohn noch 1938 nach einer halbjährigen Haft in Wien nach London folgen.