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Käthe Sasso kämpft um die Erinnerung der hingerichteten Widerstandskämpfer

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Katalogzettel

Titel Käthe Sasso kämpft um die Erinnerung der hingerichteten Widerstandskämpfer
Spieldauer 00:09:08
Mitwirkende Sasso, Käthe [Interviewte/r] [GND ]
Segal, Jérôme [Interviewer/in] [GND ]
Traska, Georg [Interviewer/in] [GND ]
Datum 2014.09.05 [Aufnahmedatum]
Ort Wien, Zentralfriedhof [Ortsbezug]
Schlagworte Literatur ; Interview ; Unveröffentlichte Eigenaufnahme der Österreichischen Mediathek
Örtliche Einordnung Bundesland / Wien
20. Jahrhundert - 40er Jahre
20. Jahrhundert - 30er Jahre
Typ audio
Format DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV]
Sprache Deutsch
Signatur Österreichische Mediathek, e11-00097_b03
Medienart Mp3-Audiodatei
Zentralfriedhof Gruppe 40 "Opfer für die Freiheit Österreichs". Bild: CC BY-SA 3.0 AT. Österreichische Mediathek 2015.

Zentralfriedhof Gruppe 40 "Opfer für die Freiheit Österreichs". Bild: CC BY-SA 3.0 AT. Österreichische Mediathek 2015.

Information

Inhalt

In Schachtgräbern der Gruppe 40 des Wiener Zentralfriedhofes wurden die Leichen der etwa 1.200 Opfer der NS-Justiz, die im Wiener Landesgericht hingerichtet wurden, anonym und geheim begraben. Die meisten von ihnen leisteten politisch, menschlich oder religiös motivierten Widerstand gegen das NS-System.

Käthe Sasso (geb. 1926) war eine der wenigen, die die Haft als Widerstandskämpferin im Landesgericht überlebte, vor allem wegen ihres jugendlichen Alters. Sie wusste von vielen einzelnen, die in den Todeszellen auf ihre Hinrichutng warteten, und war mit deren Familien und Freunden in Kontakt. In der frühen Nachkriegszeit setzte sie sich für die privat errichteten Gräber der Hingerichteten ein – in einer Zeit, als die Gruppe 40 nach und nach zu einem zentralen Ort des Totengedenkens an NS-Opfer, insbesondere von Widerstandskämpfer/innen, wurde. Im Interview spricht sie von den wenigen Berichten und Zeugnissen, die trotz der Geheimhaltung der Begräbnisse aus der NS-Zeit überliefert wurden und Anhaltspunkte für das nachfolgende Gedenken gaben.

Im Jahr 2001 besuchte sie nach längerer Zeit erstmals wieder die Gruppe 40 und war entsetzt vom Verfall der Anlage. Seither setzte sie sich unermüdlich für deren Wiederherstellung ein und mobilisierte Unterstützung von zahlreichen Institutionen und Personen. Die bestehenden Grabsteine wurden restauriert und im Jahr 2013 wurde eine neue Gedenkstätte errichtet.

In der Gruppe 40 befinden sich auch Gedenkstätten für die ermordeten Kinder des Spiegelgrundes, für die KZ-Opfer, aber auch für die Opfer des Bombenkrieges – sowie Gräber von berühmten Musiker/innen.

Sammlungsgeschichte

Archivbestand Österreichische Mediathek ohne weitere Sammlungszuordnung

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