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Hitlers Verbündete (alle 3 Folgen)

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Katalogzettel

Titel Hitlers Verbündete (alle 3 Folgen)
Titelzusatz Italien und Finnland
Kroatien, Bulgarien und Slowakei
Ungarn und Rumänien
Urheber/innen und Mitwirkende Prestel, Peter [Regie] [GND ]
Sporrer, Rudolf [Regie]
3sat [Sendeanstalt]
Bayerischer Rundfunk [Produzent]
Datum 2016.05.08 [Sendedatum]
2009 [Jahr des Copyright]
Schlagworte Politik ; Gesellschaft ; Faschismus und Nationalsozialismus ; Zweiter Weltkrieg ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-06981

Information

Inhalt

1939: Die Welt steht vor dem Zweiten Weltkrieg. Nazi-Deutschland findet Verbündete: Italien, Finnland, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, die Slowakei, Kroatien und Japan. Die Regierungen dieser Länder versprechen sich durch die Koalition mit Deutschland ganz konkrete Vorteile nach einem gewonnenen Krieg.
Hitlers Überfall auf Jugoslawien ließ 1941 den Staat „Kroatien“ entstehen – eine Marionette unter deutsch-italienischer Protektion. Ante Pavelic errichtete ein autoritär geführtes Regime mit seiner faschistischen Ustascha Bewegung als ideologisches und machtpolitisches Rückgrat. Die kroatische Armee wurde hauptsächlich in der Partisanenbekämpfung eingesetzt. Titos Partisanen hielten die Kroaten in blutige Kämpfe verwickelt. Die Ustascha ermordete 80 000 Serben, Juden und Zigeuner im Zuge von „Säuberungen“. Der Vielvölkerstaat Jugoslawien hat sich nie von diesen Ereignissen während des Zweiten Weltkriegs erholt.
Bulgarien schien mit dem Gewinn der Süd-Dobrudscha, Mazedoniens und Thrakiens der große Gewinner der von Hitler erzwungenen Neuordnung des Balkanraumes. Bulgarien und Deutschland waren enge Verbündete. Die Toleranz der Bulgaren stemmte sich jedoch gegen die Einführung von diktierten Verordnungen und Gesetzen, insbesondere antijüdischer Art. Doch Bulgarien konnte seinen eigenen Weg nicht weitergehen. Zar Boris III. starb auf mysteriöse Weise nach einem Besuch bei Hitler. 1944 wurde das Land von der Sowjetunion überrannt und zahlte mit einem immensen Blutzoll und der jahrzehntelangen Diktatur des Kommunismus.
In der Slowakei wurden slowakische Separatisten und Sudetendeutsche von Hitler instrumentalisiert. Mit Nazideutschland im Rücken setzte diese Gruppierung 1939 einen selbständigen Staat „Slowakei“ durch, der nach der Besetzung durch deutsche Truppen allerdings zum „Schutzstaat Slowakei“ herabgewürdigt wurde und praktisch ein Anhängsel Großdeutschlands war. Der Pfarrer Josej Tiso wurde Staatspräsident. Sein klerikaler Faschismus richtete sich vor allem gegen die jüdische Bevölkerung. Militärisch spielte die kleine Slowakei mit ihren veralteten Waffen keine Rolle für Deutschland. Im Gegenteil: Desertierende Truppen von der Ostfront riefen zusammen mit Kommunisten zu einem Nationalaufstand auf, der von SS-Truppen blutig niedergeschlagen wurde.
Im Gegensatz zu anderen Ländern traten Ungarn und Rumänien nur allzu bereitwillig in einen Pakt mit Hitler-Deutschland ein. Einen Pakt, den sie teuer bezahlten.
Ungarn musste nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg über zwei Drittel seines Staatsgebietes an die Tschechoslowakei, Jugoslawien, Österreich und vor allem an Rumänien abtreten. An Hitlers Seite erhoffte man sich den Rückgewinn dieser Gebiete.

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