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Galtür - Die Chronik einer Katastrophe

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks zeit.geschichte

Katalogzettel

Titel Galtür - Die Chronik einer Katastrophe
Urheber/innen und Mitwirkende Ernstreiter, Claudia [Gestaltung]
Jelinek, Gerhard [Gestaltung] [GND ]
Liska, Peter [Gestaltung] [GND ]
ORF 3 [Sendeanstalt]
Datum 2021.01.09 [Sendedatum]
2009 [Jahr des Copyright]
Schlagworte Gesellschaft ; Hilfe ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-22253
Gesamtwerk/Reihe zeit.geschichte

Information

Inhalt

[Senderinformation] Von der Außenwelt abgeschnitten erlebten die Menschen in Galtür am 23. Februar 1999 eine der größten Lawinenkatastrophen der Geschichte. Hunderte Retter konnten aufgrund der Wetterlage nicht eingeflogen werden. Angehörige und Helfer erzählen von der schwersten Nacht ihres Lebens.

Am 23. Februar 1999 gegen 16.00 Uhr donnern im Tiroler Bergdorf Galtür 300.000 Tonnen Schnee den Berg hinunter und begraben Teile des beliebten Wintersportortes. 31 Menschen sterben, sieben weitere werden am nächsten Tag Opfer einer Lawine im Nachbar-Weiler Valzur. Zwei Dutzend Verschüttete können aus den Schneemassen, die eine Höhe von bis zu acht Metern erreichen, befreit werden. Ganze Familien werden ausgelöscht.

Von der Außenwelt abgeschnitten, erlebten die Galtürer und ihre Gäste eine der größten Lawinenkatastrophen der Geschichte. Bürgermeister Anton Mattle: „Auf einmal war es dunkel, fast finster geworden. Die Staubwolke hat sich über das ganze Dorf gelegt, die Fenster waren mit Staub bedeckt. Da haben die Einheimischen sofort gewusst, da ist eine große Lawine niedergegangen.“ Die Menschen in der Gemeinde Galtür im Paznauntal haben seit Jahrhunderten Erfahrung mit Lawinen, sie leben mit der Bedrohung der Berge. In Galtür waren Bebauungspläne ausgearbeitet worden, die möglichen Lawinenabgänge waren in allen wissenschaftlichen Berechnungen als ungefährlich eingestuft worden. Und dennoch schlug der „weiße Tod“ zu. Die Lawine von Galtür führte zu umfangreichen neuen Forschungen über die Entwicklung und Wirkung von Lawinen.

Der damalige Tiroler Landeshauptmann Wendelin Weingartner erzählt von den Vorgängen im Krisenstab, der Ohnmacht, nicht helfen zu können, obwohl Hunderte Retter auf ihren Einsatz gewartet haben, aber aufgrund der Witterungsbedingungen nicht nach Galtür geflogen werden konnten. Er erzählt auch von Konflikten zwischen ihm und den Spitzen der damaligen Regierung in Wien. Berührend schildert Hüttenwirt und Hotelier Franz Lorenz, wie er seine Frau und seine Schwiegertochter tot in der Küche des eigenen Hauses fand und dennoch am Schicksal nicht verzweifelte. Franz Lorenz: „Galtür ist der schönste Platz auf der ganzen Welt. Mit den Risiken, die diese Schönheit der Berge mit sich bringt, damit muss man leben.“

Angehörige der Opfer kommen in der Dokumentation zu Wort, Helfer von damals berichten in berührenden Erzählungen über die schwerste Nacht ihres Lebens. Auch viele Jahre danach sind die schrecklichen Bilder präsent, ist das Erlebte nicht vollständig aufgearbeitet.

Claudia Ernstreiter, Gerhard Jelinek und Peter Liska haben mit der filmischen Dokumentation ein packendes Protokoll dieser dramatischen Tage geschaffen. Wie kam es zur gefährlichen Situation? Wie haben Behörden reagiert? Und wie erinnern sich Retter und Angehörige von Opfern an die dramatischen Stunden und Tage im Februar 1999.

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