Kol Nidre op. 39. Probenmitschnitt
Katalogzettel
| Titel | Kol Nidre op. 39. Probenmitschnitt |
| Spieldauer | 00:03:48 |
| Urheber/innen |
Schönberg, Arnold [Komponist/in]
[GND]
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| Datum |
1938 [Aufnahmedatum] |
| Ort |
Los Angeles, Ambassador Hotel [Ortsbezug]
Los Angeles [Aufnahmeort] |
| Schlagworte | Musik ; E-Musik ; Gesellschaft ; Vokalmusik - Chormusik, Chorwerke ; Besetzung - Orchester ; Religion ; Judentum ; Unveröffentlichte Aufnahme |
| Örtliche Einordnung |
USA - Vereinigte Staaten von Amerika
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20. Jahrhundert - 30er Jahre
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| Typ | audio |
| Format |
SCS [Schallplatte, Schellack] |
| Sprache |
Deutsch |
| Link |
"Kol nidre" op. 39 auf der Website des Arnold Schönberg Centers |
| Signatur | Österreichische Mediathek, e11-00521_b01_k02 |
| Medienart | Mp3-Audiodatei |
Ambassador Hotel, Colourpicture, Boston, Public domain, via Wikimedia Commons
Information
Inhalt
Arnold Schönberg komponierte „Kol nidre“ op. 39 für Sprecher, Chor und Orchester 1938 im Auftrag von Rabbi Dr. Jacob Sonderling, Leiter der progressiven Society for Jewish Culture (Fairfax Temple). „Das Kol Nidre habe ich für Rabbi Dr. Jakob Sonderling, 525 S. Fairfax, Los Angeles Cal. geschrieben. […] Als ich zuerst den traditionellen Text sah, war ich entsetzt über die ‚traditionelle‘ Auffassung, dass am Versöhnungstage alle Verpflichtungen, die man während des Jahres eingegangen hatte, gelöst sein sollten. Ich halte diese Auffassung, da sie wahrhaft unmoralisch ist, für falsch. Sie steht im Widerspruch mit der hohen Sittlichkeit aller jüdischen Gebote. […] Die Schwierigkeit, die traditionelle Melodie zu benützen, liegt an zweierlei: 1. gibt es eine solche Melodie eigentlich nicht, sondern nur eine Anzahl von Floskeln, die einander bis zu einem gewissen Grad ähneln, ohne jedoch identisch zu sein, aber nicht immer in derselben Reihenfolge erscheinen. 2. Diese Melodie ist monodisch, beruht nicht auf Harmonie in unserem Sinn und vielleicht nicht einmal auf Mehrstimmigkeit.“ (Arnold Schönberg an Paul Dessau, 22. November 1941)
Schönberg dirigierte die Uraufführung am 4. Oktober 1938, dem Vorabend von Yom Kippur, jedoch nicht in der für die Konzertbedürfnisse zu kleinen Synagoge, sondern im Coconut Grove Nachtclub des Hotel Ambassador in Los Angeles. „Ich möchte Ihnen sagen, wie sehr ich Ihre große Unterstützung für das Werk schätzte, das Rabbi Sonderling vorschwebte, indem Sie Ihre ganze Kraft hinter diese würdige Leistung stellten. Ich kann Ihnen sagen, dass ich mit allen mir zur Verfügung stehenden Personen wirklich sehr zufrieden war. Ich meine die ausgezeichneten Leute, die sich für meine Arbeit zur Verfügung gestellt haben, und ich möchte Sie bitten, ihnen zu sagen, wie sehr ich mit der Art und Weise, wie sie meine Arbeit ausgeführt haben und wie schnell ich mit ihnen proben konnte, zufrieden war.“ (Schönberg an das Music Department der 20th Century Fox Studios, 22. November 1938) (Text: Arnold Schönberg Center)
Schönberg dirigierte die Uraufführung am 4. Oktober 1938, dem Vorabend von Yom Kippur, jedoch nicht in der für die Konzertbedürfnisse zu kleinen Synagoge, sondern im Coconut Grove Nachtclub des Hotel Ambassador in Los Angeles. „Ich möchte Ihnen sagen, wie sehr ich Ihre große Unterstützung für das Werk schätzte, das Rabbi Sonderling vorschwebte, indem Sie Ihre ganze Kraft hinter diese würdige Leistung stellten. Ich kann Ihnen sagen, dass ich mit allen mir zur Verfügung stehenden Personen wirklich sehr zufrieden war. Ich meine die ausgezeichneten Leute, die sich für meine Arbeit zur Verfügung gestellt haben, und ich möchte Sie bitten, ihnen zu sagen, wie sehr ich mit der Art und Weise, wie sie meine Arbeit ausgeführt haben und wie schnell ich mit ihnen proben konnte, zufrieden war.“ (Schönberg an das Music Department der 20th Century Fox Studios, 22. November 1938) (Text: Arnold Schönberg Center)