Blickkontakt
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Menschenbilder
Katalogzettel
| Titel | Blickkontakt |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Hochwälder, Susanne [Interviewte/r]
Janisch, Heinz [Gestaltung] [GND ] ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1996.05.26 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Portrait ; Interview |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] DAT [DAT-Kassette] |
| Signatur | 11-00322_K01, 11-00322 |
| Medienart | Mediendatei |
| Gesamtwerk/Reihe | Menschenbilder |
Information
Inhalt
Am 28. Mai diese Jahres würde er seinen 85. Geburtstag feiern. Am 20. Oktober gedenkt man seines 10. Todestages. Person und Werk des österreichischen Dramatikers Fritz Hochwälder stehen in diesem Jahr im Blickpunkt. Erst kürzlich wurde sein Roman "Donnerstag" veröffentlicht, ein Text aus dem Nachlaß, in dem das Wien der dreißiger Jahre eine Hauptrolle spielt. Der 1911 in Wien geborene Fritz Hochwälder hatte 1938 Österreich verlassen und in der Schweiz eine neue Heimat gefunden. In den letzten Jahren vor seinem Tod lebte er gemeinsam mit seiner Frau Susanne im Züricher Stadtteil Witikon. Susanne Hochwälder kümmert sich heute um den Nachlaß ihres Mannes. Sein Arbeitszimmer hat sie unverändert gelassen. Alles steht noch an seinem Platz: der niedrige Schreibtisch - Hochwälder war nur 1,53 Meter groß - ebenso wie der von ihm eigenhändig bezogene Schemel. Hochwälder hatte da in jungen Jahren erlernte Tapeziererhandwerk nie verlernt. Susanne Hochwälder hatte als Schülerin über den Dichter Hochwälder die mündliche Matura gemacht, bei einer privaten Feier mit Freunden wurde sie dem berühmten Dichter vorgestellt. Als Werbeassistentin bei einer Kosmetikfirma, später als Lektorin in einem Verlag verdiente Susanne Hochwälder ihr eigenes Geld - zum Teil auch während der Ehe mit dem Schriftsteller. Nicht immer reichten die Tantiemen aus um beide zu ernähren. Erinnerungen an das Leben an der Seite eines prominenten Autors, der bei Interviews und Vorträgen eine besondere Angewohnheit hatte: Er blieb in ständigem Blickkontakt mit seiner Frau.(orf)