Soldat wider Willen
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Menschenbilder
Katalogzettel
| Titel | Soldat wider Willen |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Zöschg., Alois
Jentsch, Christine [Gestaltung] ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1996.05.19 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Zweiter Weltkrieg |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] DAT [DAT-Kassette] |
| Signatur | 11-00324_K01, 11-00324 |
| Medienart | Mediendatei |
| Gesamtwerk/Reihe | Menschenbilder |
Information
Inhalt
Alois Zöschg - Jahrgang 1926 - verbrachte seine Kindheit auf einem 1600 Meter hoch gelegenen Bauernhof im Ultental in Südtirol. Eine Bergbauernkindheit, die mit der Einberufung zur Deutschen Wehrmacht ein jähes Ende fand. Alois Zöschgs Bruder desertierte und versteckte sich in einem Kloster, er selbst wurde an die russische Front geschickt. Bei Kriegsende wurden an die 35 000 Soldaten im ehemaligen Lager Auschwitz untergebracht und notdürftig versorgt. Täglich starben an die hundert Internierte. Vielen Soldaten gelang - über die Vermittlung des Roten Kreuzes - die Flucht, sie kamen in ein Auffanglager. Kaum nach Südtirol heimgekehrt, wurde Alois Zöschg erneut einberufen - für zwei Jahre mußte er zum italienischen Militär. Nach 1949 begann für Alois Zöschg - den Soldaten wider Willen - ein neues Leben. Er arbeitete sich am Hof ein, heiratete und wurde Vater von sieben Kindern. Wie schon sein Vater führt Alois Zöschg heute - mit 70 Jahren - das Leben eines einfachen Bergbauern. An seine Zeit als Soldat erinnert er sich nur ungern. Er, der im Alter von 18 Jahren einrücken mußte - wie so viele seiner Generation - fühlt sich um viele Jahre seines Lebens betrogen. (orf)