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Ansprache vom Balkon des Hotels "Imperial" in Wien

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Katalogzettel

Titel Ansprache vom Balkon des Hotels "Imperial" in Wien
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Hitler, Adolf [Akteur/in] [GND ]
Unbekannter Reporter [Reporter/in]
Datum 1938.03.14 [Aufnahmedatum]
Ort Wien, Hotel Imperial [Aufnahmeort]
Österreich
Wien
Deutschland, Deutsches Reich
Schlagworte Gesellschaft ; Politik ; Politik Österreich ; Gesellschaft ; Faschismus und Nationalsozialismus ; Parteien - historisch / NSDAP ; Reden und Ansprachen ; Propaganda
20. Jahrhundert - 30er Jahre
Typ audio
Format DFMP3 [Dateiformat: MP3]
DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV]
TKAsp19 [Tonband auf Kern (AEG); SP, 19 cm/s, Vollspur]
Sprache Deutsch
Signatur 99-38007_02, 99-38007_02_k01

Information

Inhalt

Hitlers kurze Ansprache vom Balkon des Hotels Imperial - der bevorzugten Adresse, wenn er in Wien war - wird immer wieder von tosendem Jubelgeschrei unterbrochen. Diejenigen Wiener, die damals am Schwarzenbergplatz und am Ring standen und auf einige Worte von Hitler warteten, stimmten sicherlich freiwillig mit "Ja" bei der Abstimmung am 10. April. Diejenigen, die bereits verhaftet waren und die, die noch verfolgt werden sollten, waren selbstverständlich nicht mehr zu hören.
Hitler der mit seiner Wagenkolonne die Stadtgrenze von Wien etwa 17:15 Uhr erreichte, wurde – etwa eine halbe Stunde später - vor dem Hotel Imperial, das sich direkt am Ring befindet, nicht nur von tausenden Menschen die sich am Schwarzenbergplatz und der Ringstraße versammelt hatten empfangen, sondern auch von einer Ehrenkompanie, die er bei den Klängen der Hymnen (Deutschlandlied und Horst-Wessel-Lied) abschritt. Die Musik war bei der lauten Menschenansammlung kaum zu hören. Viele erkletterten die Kühler und Dächer der Autos oder benützten Fahrräder oder Leitern o.ä. um besser sehen zu können. Viele Sympathisanten und Schaulustigen waren gekommen. Für den Führerempfang schlossen alle Geschäfte schon um 12 Uhr und es wurde – auch wegen der geplanten Kundgebung am Heldenplatz am nächsten Tag - bis auf weiteres schulfrei gegeben.
Hitler wurde danach im Hotel begrüßt (u.a. vom deutschen Botschafter v. Papen und dem General Bock). Die Kompanien marschieren mit Marschmusik ab. Die Menschen drängten aber weiter aus der Umgebung zum Hotel.
Etwa eine Stunde später, nachdem die Rufe der Menge nicht weniger geworden waren, zeigte sich Hitler immer wieder kurz am Balkon. Um 19:10 Uhr wurde mitgeteilt, dass sich Hitler noch einmal zeigen werde. Danach sollten die Leute aber bitte nach Hause gehen, da er in seinen dringenden Arbeiten und Besprechungen nicht gestört werden soll. (Ob im Vorhinein schon Mikrofon und Lautsprecheranlagen bereit standen ist aus den Berichten nicht herauszulesen.)
Hitler betrat mit General von Kraus den Balkon. Die dicht gedrängte Mengenmenge musste immer wieder um Ruhe gebeten werden. Ein dichtes Stehen war auch erst dadurch möglich, da der gesamte Straßenbahn- und Autobusverkehr eingestellt war. Die wahrscheinlich auch nicht ganz spontan postierten Lastwagen mit mehreren Scheinwerfern beleuchteten den dunklen Balkon, von dem Hitler dann etwa um 19:15 Uhr zur Menge sprach. („Das Kleine Blatt“ S. 3-5 und „Linzer Volksblatt“ S. 2 vom 15.3.1938)

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