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Radioreportage von einer NS-Heldengedenkfeier auf dem Wiener Heldenplatz

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Katalogzettel

Titel Radioreportage von einer NS-Heldengedenkfeier auf dem Wiener Heldenplatz
Titelzusatz Ansprache des SA-Gruppenführers und Vizebürgermeisters von Wien Thomas Kozich
Spieldauer 00:21:02
Mitwirkende Anonym, Radiosprecher [Sprecher/in]
Kozich, Thomas [Redner/in]
Datum 1938.03.13 [Aufnahmedatum]
Ort Wien [Aufnahmeort]
Schlagworte Politik ; Gesellschaft ; Parteien - historisch / NSDAP ; Propaganda ; Faschismus und Nationalsozialismus ; Diktaturen und totalitäre Regime ; Reportage ; Reden und Ansprachen ; Tod ; Volksmusik - Militärmusik ; Regierung ; Krieg ; Erster Weltkrieg ; Militär ; Politische Veranstaltung ; Radiosendung-Mitschnitt
Örtliche Einordnung Deutschland, Deutsches Reich
Österreich
Bundesland / Wien
20. Jahrhundert - 30er Jahre
Typ audio
Format TKA [Tonband auf Kern (AEG)]
Sprache Deutsch
Signatur Österreichische Mediathek, 99-38012_03_k02
Medienart Mp3-Audiodatei

Information

Inhalt

Eine propagandistisch stark eingefärbte Schilderung der SA-Versammlung am Heldenplatz durch den Radiosprecher, gefolgt von der Ansprache des SA-Gruppenführers Kozich, der in seiner Rede den Ersten Weltkrieg zu einem Kampf ums Deutsche Reich verklärt und den Kampf der illegalen Nationalsozialisten in Österreich damit gleichsetzt. Abschliessend folgt eine Schilderung der Kranzniederlegung durch den Radiosprecher und die Kommandos am Ende der Veranstaltung.

Sammlungsgeschichte

Sammlung Frühe historische Tonaufnahmen

Anmerkungen zum Inhalt

Die aus heutiger Sicht schon unerträglich pathetische Ansprache von Kozich zeigt, wie tief der Nationalsozialismus in Tod und Heldenverklärung wurzelte. Der Tod war in der NS-Weltanschauung eine notwendig, ja unumgängliche Größe. Das NS-Regime sah von Anfang an den Tod als letzten Beweis für die Hingabe an Volk und „Bewegung“, den Nationalsozialismus eben. Unbedingter Glaube und Gehorsam durften keine Grenzen von Einsatz- und Opferbereitschaft kennen. Das Leben des Einzelnen war bedeutungslos gegenüber dem Leben des Volkes. Diese Geringschätzung, ja Verachtung des Lebens eines Menschen, ausgelöst durch den millionenfachen Tod auf den Schlachtfeldern, war das vielleicht schlimmste Erbe des Ersten Weltkrieges im deutschen und österreichischen politischen Leben und Denken. Einer der Kampfrufe des italienischen Faschismus "Me ne frego" - "Ich pfeif drauf" stammte von den Arditi, den italienischen Sturmtruppen des Ersten Weltkrieges. Den Ausspruch gab es sicherlich schon lange vor dem Krieg in Italien als Ausdruck für Unwillen, Desinteresse und Ablehnung. Doch erst die Schlachtfelder am Isonzo gaben diesem Ausruf eine veränderte, erweiterte und dunklere Bedeutung. Jetzt wurde darin die „männliche“ und heroische Geringschätzung des eigenen Lebens zum Ausdruck gebracht. Kampf und Gewalt, erlernt und verinnerlicht durch die Fronterfahrungen während des Ersten Weltkrieges, waren sowohl für den Faschismus als auch für den Nationalsozialismus konstituierende Prinzipien.

Art der Aufnahme

Reportage

Reden und Ansprachen

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Metadaten
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