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Reden bei einer Kundgebung der "Österreichischen Legion" auf dem Heldenplatz

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Katalogzettel

Titel Reden bei einer Kundgebung der "Österreichischen Legion" auf dem Heldenplatz
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Bürckel, Josef [Akteur/in] [GND ]
Lutze, Viktor [Redner/in] [GND ]
Datum 1938.04.02 [Aufnahmedatum]
Ort Wien, Heldenplatz [Aufnahmeort]
Typ audio
Format DFMP3 [Dateiformat: MP3]
DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV]
TKAsp19 [Tonband auf Kern (AEG); SP, 19 cm/s, Vollspur]
Signatur 99-38013_01_k01, 99-38013_01
Medienart Mediendatei

Information

Inhalt

Kommandos an die Anwesenden. Ankündigung von Josef Bürckel, dem "Reichskommissar für die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Reich", dieser verliest eine Gruß-Botschaft von Hitler an die Männer der "Österreichischen Legion". Danach ist die Rede von Stabschef Lutze an die "Österreichische Legion" zu hören. Absingen des Deutschlandliedes, Absage. Der 2. April stand in Wien ganz im Zeichen der Feierlichkeiten der Österreichischen Legion. Schon am frühen Morgen begannen Paraden der Spielmanns- und Musikzüge. Um 10 Uhr gab es auf dem Heldenplatz eine pompöse Totenehrung. Später trat Gauleiter Bürckel vor das Publikum und verlas die Grüße des Führers. Danach um 14 Uhr begann der Appell mit einer Rede von Stabschef Lutze vom Balkon der Hofburg. Danach wurde vor dem Burgtheatergemeinsam mit den Ehrengästen die Parade der diversen Parteiformationen abgenommen. (Wr. Zeitung 3.4.38 S.2).
Josef Bürckel, der von 1939 bis 1940 Gauleiter von Wien und Reichsstatthalter der Ostmark war, bekam vom Wiener Volksmund wegen der ihm nachgesagten Alkoholproblemen den "geflüsterten" Spitznamen "Bierleiter Gaukel". Bürckel wurde 1941 durch den jüngeren und umgänglicheren Baldur von Schirach als Wiener Gauleiter und Reichsstatthalter abgelöst. Die Österreichische Legion war eine ab 1933 aufgestellte paramilitärische Einheit, die sich aus ins Deutsche Reich geflüchteten österreichischen Nationalsozialisten rekrutierte. Ihre Mitglieder, überwiegend SA-Männer, wurden zunächst in verschiedenen Lagern Bayerns militärisch ausgebildet und bewaffnet und waren für einen eventuellen deutschen Einmarsch in Österreich vorgesehen. Das militärische Drohpotential, das die Legion darstellte, aber auch die Tatsache, dass sie in vielfältige gegen Österreich gerichtete Aktivitäten involviert war, ließ die Legion besonders in den Jahren 1933 und 1934 zu einem permanenten innen- wie außenpolitischen Unruhefaktor werden.

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