Jede Epoche ist eine entsetzliche
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Menschenbilder
Katalogzettel
| Titel | Jede Epoche ist eine entsetzliche |
| Titelzusatz |
Der Schauspieler Wolfgang Gasser |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Gasser, Wolfgang [Interviewte/r]
[GND
]
Janisch, Heinz [Interviewer/in] [GND ] ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1998.03.22 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Kultur ; Theater ; Interview |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] DAT [DAT-Kassette] |
| Signatur | 11-00599_K01, 11-00599 |
| Medienart | Mediendatei |
| Gesamtwerk/Reihe | Menschenbilder |
Information
Inhalt
"Jede Epoche ist eine entsetzliche" heißt es in Thomas Bernhards "Heldenplatz". Wolfgang Gasser, der als grantiger Professor Schuster mit diesem Stück seinen größten Theatererfolg feierte verweist auf diesen Satz, wenn es um seine eigene Biographie geht. 1927 in Wolfsberg in Kärnten geboren, konnte er das Gymnasium nicht abschließen. Im Alter von siebzehn Jahren wurde er zur Deutschen Wehrmacht eingezogen. Er geriet in amerikanische Kriegsgefangenschaft kehrte erst nach Kriegsende nach Österreich zurück. 1945 war er als Dolmetscher in einem britischen Militärspital tätig. Sein Debüt als Schauspieler feierte Gasser im Alter von 28 Jahren in Baden bei Wien, er spielte vor allem in Operetten. Ab 1959 gehörte er zum Ensemble des Wiener Burgtheaters. 1997 ging Wolfgang Gasser zwar als Burgschauspieler in Pension, in Gastauftritten ist er freilich immer wieder an der "Burg" zu sehen, zuletzt in Handkes "Zurüstungen für die Unsterblichkeit". Die Stücke des von ihm verehrten Thomas Bernhard sieht Gasser als "Botschaften eines verzweifelten Schelms". Eine Einschätzung, die auch auf seine Person zutreffend scheint. (orf)