Spectaculum Grande
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Tonspuren
Katalogzettel
| Titel | Spectaculum Grande |
| Titelzusatz |
Das große Wörterschießen des Fritz Mauthner |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Koch, Alfred
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2000.05.07 [Sendedatum] |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] DAT [DAT-Kassette] |
| Signatur | 11-00736_k01, 11-00736 |
| Medienart | Mediendatei |
| Gesamtwerk/Reihe | Tonspuren |
Information
Inhalt
Selbst dem wohlwollendsten Leser fällt zur literarischen Produktion des Fritz Mauthner nichts ein. Sein Gedichtband "Die große Revolution", sein Drama "Anna", seine Novellensammlung "Die Sonntage der Baronin", alle Ende des 19. Jahrhunderts erschienen, sind längst der Vergessenheit anheimgefallen. Dennoch hat Mauthner seinen Fixplatz in der Literaturgeschichte. Denn Fritz Mauthner ist der erste Autor, bei dem die Überzeugung von der Nichtigkeit der Sprache so beherrschend wird, dass sie sein Werk entscheidend prägt. Sprachkritik war für den Philosophen, Theaterkritiker und Satiriker das wichtigste Geschäft der denkenden Menschheit. Mit geradezu alttestamentarischer Wucht kämpfte Mauthner gegen die Verkommenheit und Irreführung der Sprache. Und wurde damit zum Ahnherr der sprachkritischen Literatur des 20.Jahrhundert. Er beeinflußte Tucholsky und Döblin, Rainer Maria Rilke und Christian Morgenstern. Und legendär ist die Anekdote um den nahezu erblindeten James Joyce. Gerade mit dem monumentalsten Sprachexperiment der Literaturgeschichte beschäftigt, läßt Joyce in Paris um 1930 von Samuel Beckett Auszüge aus Fritz Mauthners "Beiträge zu einer Kritik der Sprache" vorlesen.