Ayt H'diddu (Nordafrika, Hoher Atlas) : "Ah'idus-Tanz" und "Meshwi-Braten"
Dieses Medium ist nur vor Ort im Publikumsbetrieb der Österreichischen Mediathek verfügbar.
Katalogzettel
| Titel | Ayt H'diddu (Nordafrika, Hoher Atlas) : "Ah'idus-Tanz" und "Meshwi-Braten" |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Mylius, Norbert [Wiss. Verfasser/in]
Manafi, Said [Gestaltung] [GND ] Österreichisches Bundesinstitut für den Wissenschaftlichen Film [Produzent] |
| Datum |
1985 [Produktionsdatum] 1986 [Erscheinungsjahr] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Wissenschaft und Forschung ; Ethnologie ; Feste ; Feiern ; Familie ; Männer ; Frauen ; Tanz ; Vokalmusik - a capella Gesang ; Nahrung ; Wissenschaftlicher Film ; Publizierte und vervielfältigte Aufnahme |
| Örtliche Einordnung |
Marokko
|
|
20. Jahrhundert - 80er Jahre
|
|
| Typ | video |
| Format |
DFFFV1 [FFV1-Codec im AVI-Container] DFMPG [Dateiformat: MPG] VKAUlb [Videokassette, Umatic, LB] |
| Sprache |
Originalton |
| Signatur | VX-02012_01_k01, VX-02012_01 C 2288/8 |
| Medienart | Mediendatei |
Information
Inhalt
„Solange sich die Bräute im Brauthaus des Dorfes befinden, kommt es vor diesem täglich mit Sonnenuntergang zum AH’IDUS. Zwei Gruppen eng aneinandergereihter Tänzer stehen halbkreisförmig einander gegenüber. Man tanzt im Stehen, die Füße tanzen nicht mit. Es wird etwa eine Stunde lang die Abfolge von eher schwermütigen Wechselgesängen gesungen. Die Melodien bleiben gleich, der Text kann sich mit der Zeit ändern. Händeklatschen und Trommeln bestimmen den Rhythmus. Die Männer beginnen mit dem Tanz. Später drängen sich die Frauen von hinten zwischen die Tänzer: Es herrscht „Damenwahl“. Der Tanz ist nur Stammesmitgliedern vorbehalten. Bei den Frauen dürfen nur solche, die TIMGhRIWIN bereits hinter sich haben und gerade nicht verheiratet sind, teilnehmen. Der AH’IDUS ist für die scheidungsfreudigen „AYT H’DIDDU-Frauen“ die bevorzugte Art der Wahl eines neuen Partners. Während eines TIMGhRIWIN kommt es nicht nur in den Familien der Hochzeiter zu den vorgeschriebenen Festessen. Auch Braut- oder Bräutigamväter eines Dorfes können sich zusammentun und gemeinsam Einladungen aussprechen. Genauso obliegt es den Hochzeitsgästen, sich nach TIMGhRIWIN mit Gegeneinladungen zu revanchieren. Die bevorzugte Form eines solchen Festmahls ist – sofern es die wirtschaftlichen Verhältnisse gestatten – der „Meshwi-Braten“, die dem junge Schafe oder Ziegen im ganzen in zylindrischen, mannshohen Erdöfen unter Luftabschluß gebraten werden.“ (Zeitschrift Wissenschaftlicher Film Nr. 40; Jahr Juni 1989; Seite 68)