Ayt H'diddu (Nordafrika, Hoher Atlas) : Asint Amoghrein - Erstes Wasserholen einer Braut und Einzug in die patrilokale Eheresidenz
Katalogzettel
| Titel | Ayt H'diddu (Nordafrika, Hoher Atlas) : Asint Amoghrein - Erstes Wasserholen einer Braut und Einzug in die patrilokale Eheresidenz |
| Spieldauer | 00:04:16 |
| Mitwirkende |
Mylius, Norbert jun. [Wiss. Verfasser/in]
Manafi, Said [Gestaltung] [GND ] Österreichisches Bundesinstitut für den Wissenschaftlichen Film [Produzent] |
| Datum |
1985 [Produktionsdatum] 1986 [Erscheinungsjahr] |
| Ort |
Wien
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| Schlagworte | Gesellschaft ; Wissenschaft und Forschung ; Ethnologie ; Festakte ; Ernährung ; Tiere ; Wissenschaftlicher Film ; Publizierte und vervielfältigte Aufnahme |
| Örtliche Einordnung |
Marokko
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20. Jahrhundert - 80er Jahre
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| Typ | video |
| Format |
VKAUlb [Videokassette, Umatic, LB] |
| Sprache |
Originalton |
| Signatur | Österreichische Mediathek, vx-02017_01_k02, vx-02017_01_k01 C 2288/13 |
| Medienart | MPG-Videodatei |
Information
Inhalt
Am fünften und letzten "TIMGhRIW-Festtag" erhält die geschmückte und geschminkte Braut vor ihrer patrilokalen Eheresidenz gemeinsam mit ihrer Schwiegermutter Couscous gereicht. Beide werden mit einem Schafwollstrick symbolisch umschlungen. Beim anschließenden ersten Wasserholen wird die Braut von Glückwünsche singenden Frauen begleitet. Sie streut Datteln unter die Kinder und in den Flußarm, aus dem sie Wasser schöpft und verschüttet am Nachhauseweg etwas Wasser aus ihren beiden Kübeln. Beim Einzug ins Vaterhaus ihres Bräutigams trägt die Braut ein junges Lamm und einen zweijährigen Buben.
„Der Einzug der Braut in die patrilokale Eheresidenz findet am fünften und letzten „TIMGhRIWIN-Festtag“, zwischen dem Brautschmücken und dem zweiten „AH’IDUS-Tanz mit den Entschleierten“, statt. Vor dem Haus bekommen Braut und Schwiegermutter zunächst Couscous aus einer gemeinsamen Schüssel zu essen gereicht. Dann werden beide mit einem Schafwollstrick symbolisch umschlungen. Nun hat die Braut zum ersten Mal Wasser aus einem nahegelegenen Bewässerungskanal in ihr neues Heim zu bringen. Sie wird von zahlreichen Frauen und Kinder begleitet. Ehe sie zu schöpfen beginnt, streut sie Datteln unter die Kinder und in den Bewässerungskanal. Am Nachhauseweg hält die Braut dreimal inne und verschüttet etwas Wasser aus ihren beiden Kübeln, Frauen singen Glück- und Segenswünsche. Beim Einzug ins Vaterhaus ihres Bräutigams trägt die Braut ein junges Lamm und einen zweijährigen Buben.“ (Begleitveröffentlichungen zu wissenschaftlichen Filmen; Film C 2288/13; TIMGhRIWIN- Kollektive Erstverheiratung im Hohen Atlas: ASINT AMOGhREIN- erstes Wasserholen einer Braut und Einzug in die patrilokale Eheresidenz; Seite 70)
vgl. c 1804* ?