One Flash of Eating Gods - A Haitian Voodoo Ceremony
Katalogzettel
| Titel | One Flash of Eating Gods - A Haitian Voodoo Ceremony |
| Titelzusatz |
Alle Götter essen - Eine Haitianische Voodoo-Zeremonie |
| Spieldauer | 00:12:20 |
| Mitwirkende |
Keller, Wittigo [Wiss. Verfasser/in]
Kremser, Manfred [Wiss. Verfasser/in] Manafi, Said [Regie] [GND ] Manafi, Said [Kamera] [GND ] Österreichisches Bundesinstitut für den Wissenschaftlichen Film [Produzent] |
| Datum |
1986 [Aufnahmedatum] |
| Ort |
Wien [Produktionsort]
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| Schlagworte | Wissenschaft und Forschung ; Gesellschaft ; Ethnologie ; Religion ; Malerei ; Festakte ; Tiere ; Tanz ; Volksmusik - Musik zu bestimmten Anlässen ; Dokumentation ; Wissenschaftlicher Film ; Publizierte und vervielfältigte Aufnahme |
| Örtliche Einordnung |
Haiti
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20. Jahrhundert - 80er Jahre
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| Typ | video |
| Format |
VKADB [Videokassette, DigiBeta] |
| Nummern |
P 2048 |
| Sprache |
Deutsch Deutsch+Englisch |
| Signatur | Österreichische Mediathek, vx-03193_01_k02, vx-03193_01_k01 |
| Medienart | MPG-Videodatei |
Information
Inhalt
Sammlungsgeschichte
Anmerkungen zum Inhalt
Synkretismus meint die Vermischung religiöser Ideen oder Philosophien zu einem neuen System oder Weltbild. Voraussetzung ist, dass diese Ideen oder Philosophien sich zuvor als inhaltlich voneinander unterschieden abgegrenzt haben und dass sie als religiös-philosophische Teilaspekte auf einen Absolutheitsanspruch verzichten. Synkretismus nimmt vielmehr die Aspekte unterschiedlicher Religionen mehr oder weniger bewusst auf und formt sie zu etwas Neuem. Als Beispiel hierfür fungiert der haitianische „Vodou“ (Vodu, Vodun, Vodoun, etc.). Dieser wird vor allem in Haiti von der haitianische Diaspora praktiziert und glaubt an einen fernen, unbekannten Schöpfergott („bondye“), der jedoch nicht in menschliche Angelegenheiten interveniert. Es sind primär Geister („loa“), die dem „bondye“ dienen. So ist jeder einzelne „loa“ verantwortlich für einen bestimmten Aspekt des Lebens. Um den Alltag zu navigieren, kultivieren „Voduisten“ (jene die Voodoo praktizieren) persönliche Beziehungen mit dem „loa“ durch die Präsentation von Angeboten, die Erstellung von persönlichen Altären und Devotionalien, sowie der Teilnahme an aufwändigen Zeremonien der Musik, Tanz und Besessenheit. „Vodou“ entstand in der französischen Sklavenkolonie Saint-Domingue im 18. Jahrhundert. Die Mehrheit der aus West- und Zentralafrika Sklaven wurde nach Haiti gebracht, mit ihnen auch das Glaubenssystem des Voodoo.
Die Vorgeschichte zu dieser EC Einheit war die Tatsache, dass Said Manafi ein Portrait über Jean-Claude Duvalier drehen wollte und mit einem Vierpersonenteam schließlich nach Port au Prince abreiste. Jean-Claude Duvalier (auch „Baby Doc“ genannt) erschien jedoch nicht zu den Dreharbeiten. Das Fernbleiben Duvaliers liess Manafi umdisponieren. Zusammen mit einem Tontechniker blieb er in Port au Prince und erstellte vor Ort ein Konzept für einen Dokumentarfilm über Haiti. Es entstand ein ca. 40 minütiger Film über Haiti (TV- Fassung). Im Zuge der Dreharbeiten wurde auch eine Vodoo-Zeremonie aufgezeichnet. Charakteristisches Merkmal hierbei ist die situative Kameraführung Said Manafis, bei welcher er dank der Schulterkamer den Bewegungsabläufen der Zeremonie folgt.