Kaiser Friedrichs letzte Fahrt
Katalogzettel
| Titel | Kaiser Friedrichs letzte Fahrt |
| Titelzusatz |
mit Orgelbegleitung |
| Spieldauer | 00:03:00 |
| Urheber/innen |
Fontane, Theodor [Text]
[GND]
|
| Mitwirkende |
Hoffmann-Harnisch, Wolfgang [Rezitator/in]
[GND
]
Gramola [Label] |
| Datum |
1927.09.22 [Aufnahmedatum] |
| Ort |
Berlin, Singakademie [Aufnahmeort]
|
| Schlagworte | Literatur ; Lyrik ; Publizierte und vervielfältigte Aufnahme |
|
20. Jahrhundert - 20er Jahre
19. Jahrhundert |
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| Typ | audio |
| Format |
SCS3078 [Schallplatte, Schellack - 30 cm, 78/min] |
| Nummern |
AN 106 [Katalognummer] 4-041001 [Bestellnummer] CWR 1169-3 [Matrizennummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | Österreichische Mediathek, 2-08548_b_k02 |
| Medienart | Mp3-Audiodatei |
Information
Inhalt
"Ich sähe wohl gern (er sprach es stumm)#13
Noch einmal die Plätze hier herum,#13
Am liebsten auf Alt-Geltow zu, #13
Und ihr kommt mit, die Kinder und du."#13#13
Das Dorf, es lag im Sonnenschein,#13
In die stille Kirche tritt er ein,#13
Die Wände weiß, die Fenster blank,#13
Zu beiden Seiten nur Bank an Bank,#13
Und auf der letzten - er blickt empor#13
Zu Orgel und zu Orgelchor#13
Und wendet sich und spricht: "Wie gern,#13
Vernähm' ich noch einmal 'Lobe den Herrn';#13
Den Lehrer im Feld, ich mag ihn nicht stören,#13
Vicky, laß du das Lied mich hören."#13#13
Und durch die Kirche, klein und kahl,#13
Als sprächen die Himmel, erbraust der Choral,#13
Und wie die Töne sein Herz bewegen,#13
Eine Lichtgestalt tritt ihm entgegen,#13
Eine Lichtgestalt, an den Händen beiden#13
Erkennt er die Male: "Dein Los war leiden.#13
Du lerntest dulden und entsagen,#13
Drum sollst du die Krone des Lebens tragen.#13
Du siegtest, nichts soll dich fürder beschweren:#13
Lobe den mächtigen König der Ehren."#13#13
Die Hände gefaltet, den Kopf geneigt,#13
So lauscht er der Stimme.#13
Die Orgel schweigt.
Noch einmal die Plätze hier herum,#13
Am liebsten auf Alt-Geltow zu, #13
Und ihr kommt mit, die Kinder und du."#13#13
Das Dorf, es lag im Sonnenschein,#13
In die stille Kirche tritt er ein,#13
Die Wände weiß, die Fenster blank,#13
Zu beiden Seiten nur Bank an Bank,#13
Und auf der letzten - er blickt empor#13
Zu Orgel und zu Orgelchor#13
Und wendet sich und spricht: "Wie gern,#13
Vernähm' ich noch einmal 'Lobe den Herrn';#13
Den Lehrer im Feld, ich mag ihn nicht stören,#13
Vicky, laß du das Lied mich hören."#13#13
Und durch die Kirche, klein und kahl,#13
Als sprächen die Himmel, erbraust der Choral,#13
Und wie die Töne sein Herz bewegen,#13
Eine Lichtgestalt tritt ihm entgegen,#13
Eine Lichtgestalt, an den Händen beiden#13
Erkennt er die Male: "Dein Los war leiden.#13
Du lerntest dulden und entsagen,#13
Drum sollst du die Krone des Lebens tragen.#13
Du siegtest, nichts soll dich fürder beschweren:#13
Lobe den mächtigen König der Ehren."#13#13
Die Hände gefaltet, den Kopf geneigt,#13
So lauscht er der Stimme.#13
Die Orgel schweigt.