Der Untergang Österreichs
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Katalogzettel
| Titel | Der Untergang Österreichs |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Novak, Andreas [Gestaltung]
[GND
]
ORF 2 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2008.03.06 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Dokumentation ; Faschismus und Nationalsozialismus ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
ISO-Image [von-DVD] DVD [DVD] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 12-04527 |
Information
Inhalt
[Senderinformation] Das Vorspiel zum Untergang Österreichs vollzog sich über das Telefon. Der aus Berlin gesteuerte Naziputsch am 11. März 1938 machte das Land bereits nationalsozialistisch bevor Hitlers Wehrmacht einmarschierte. Der telefonisch eingeleitete Untergang katapultiert Arthur Seyss-Inquart kurzzeitig auf den Kanzlersessel, einen akademischen Salon-Nazi, der spätestens ab 1937 zu jener Zentralfigur wird, um die nicht nur Hitler und Göring ihre Strategie der braunen Unterminierung des Landes bauen, sondern der auch Kanzler Schuschnigg zutraut, eben das zu verhindern. Der Film von Andreas Novak verschränkt die Ereignisse rund um den Anschluss mit dem Aufstieg Seyss-Inquarts, mit seiner politischen Vorarbeit durch den Aufbau brauner Netzwerke vor dem März 1938. Novak thematisiert auch die baldige Ernüchterung derer, die nun zu den Futtertrögen drängen, auf Karriere und Aufstieg hoffen. Erstmals werden Filmaufnahmen des abgesetzten, unter Hausarrest gestellten Kanzler Schuschnigg gezeigt. Ein ehemaliger Gardesoldat berichtet über dessen Bewachung und den Versuch eines Nazitrupps, an Schuschnigg Selbstjustiz zu üben. Die Dokumentation präsentiert bisher völlig unbekannte Wiener Alltagsszenen vom März und April 1938, gefilmt von einem amerikanischen Universitätsprofessor für Chemie, der damals mit seiner Familie in Wien lebte und sich erfolglos um US-Visa für jüdische Freunde bemühte.