Paul VI. und die Pille
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Katalogzettel
| Titel | Paul VI. und die Pille |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Knopp, Guido [Gestaltung]
[GND
]
ORF 2 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2008.04.29 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Dokumentation ; Religion ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
ISO-Image [von-DVD] DVD [DVD] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 12-04582 |
| Gesamtwerk/Reihe | Kreuz und quer |
Information
Inhalt
[Senderinformation] „Make love, not war“, lautete der Ruf einer Generation, die von den Schrecken des Vietnamkrieges bewegt war. 1968, auf dem Höhepunkt der Studentenrevolte, verbot Papst Paul VI. (1963 bis 1978) die Antibabypille. Fortan galt die katholische Kirche für die Verfechter freier Liebe als Inbegriff reaktionären Establishments, der Papst als Verantwortlicher für die Bevölkerungsexplosion. Keine andere Entscheidung prägte sein Pontifikat so sehr wie die Verdammung der Pille - vom Rückfall ins dunkelste Mittelalter sprachen die Kritiker. Zu groß erschien der Gegensatz zwischen dem ersten Menschen auf dem Mond und einem Papst, der die Kontrolle des Menschen selbst über Geburt und Leben ablehnt. Nur eine wenig verlässliche Art der Verhütung gestattete der Stellvertreter Christi: die Temperaturmethode. Im Volksmund hieß sie spöttisch „vatikanisches Roulette“ Doch ein Hintertürchen ließ sich Paul VI. offen. Kardinal König erinnerte sich an ein – inoffizielles – Statement des Papstes: „Zur Regulierung des Zyklus“ sei die Pille gestattet.