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Nichts ist verblüffender als die Wahrheit – Der Reporter Egon Erwin Kisch

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Titel Nichts ist verblüffender als die Wahrheit – Der Reporter Egon Erwin Kisch
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Kisch, Egon Erwin [Gefeierte Person] [GND ]
ZDF [Sendeanstalt]
Datum 2009.07.07 [Sendedatum]
Schlagworte Medien und Kommunikation ; Portrait ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format ISO-Image [von-DVD]
DVD [DVD]
Sprache Deutsch
Signatur 12-06358

Information

Inhalt

[Senderinformation] Kaum jemand weiß, wer Egon Erwin Kisch, besser bekannt unter seinem Beinamen "Der rasende Reporter", wirklich war. Er war nie nur ein Bericht-erstatter, der auf der Jagd nach Sensationen um den Erdball hetzte, obwohl er diese Attitüde liebte. Er war ein großer klassischer Journalist, der für die Form der Reportage in der deutschsprachigen Publizistik und Literatur die Maßstäbe geprägt hat. Walter Schmieding, seit seinem journalistischen Anfängen ein glühender Kisch-Verehrer, will in seiner "Reportage über einen Reporter" die Wechselbeziehungen zwischen Kischs abenteuerlichen Leben, seiner politischen Entwicklung zum Kommunismus und seinem journalistisch-literarischen Werk darstellen. Die Aufnahmen zu dem Film entstanden in Prag, wo Kisch 1895 geboren wurde und 1948 starb, in Wien, wo er 1918 Kommandant der "Roten Garde" wurde, in Berlin, wo Kisch in den zwanziger Jahren bis zu seiner Verhaftung nach dem Reichs-tagsbrand 1933 lebte, in Paris und in Mexiko, den Stationen seiner Emigration. Kampf- und Weggefährten Kischs, Freunde und Verwandte kommen zu Wort, so seine Schwägerin Julie Kisch, die heute in München lebt, der Wiener Publizist und Schriftsteller Bruno Frei, Artur Koestler und Manés Sperber und die Journalistin Ruth Klinger, die von Kisch einst ein Rezept für ihren Beruf erbat und auch bekam. Es hieß: Neugierig sein! Neugierde war für Egon Erwin Kisch stets die oberste Tugend des Reporters. Diese Neugierde war für ihn ein Hunger nach Tatsachen. Darauf bezieht sich auch der Titel der Sendung, der Kischs berühmtem Vorwort zu dem Buch "Der rasende Reporter" entnommen ist: "Nichts ist verblüffender als die Wahrheit, nichts ist exotischer als unsere Umwelt, nichts ist phantasievoller als die Sachlichkeit. Und nichts Sensationelleres gibt es in der Welt als die Zeit, in der man lebt." Kisch war über alle politischen Grenzen hinweg nicht nur ein großer Reporter. Er fand auch die wohl besten Definitionen für das Wesen der Reportage, die es in deutscher Sprache gibt. Und darum beginnt der Film auch mit aufnahmen aus der Quarta eines Berliner Gymnasiums: Schulkinder machen sich an Hand eines Kisch-Textes in ihrem Lesebuch klar, was Reportage bedeutet. Aus dem Pressetext von 1979

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