Bildungsbiografien - Interview mit Ilse Aschner - 3. Teil
Katalogzettel
| Titel | Bildungsbiografien - Interview mit Ilse Aschner - 3. Teil |
| Titelzusatz |
Interviews mit Studierenden der Universität Wien 1930 - 1950: Ein Projekt des Institutes für Zeitgeschichte der Universität Wien |
| Spieldauer | 00:49:51 |
| Mitwirkende |
Aschner, Ilse [Interviewte/r]
[GND
]
Lausecker, Werner [Interviewer/in] [GND ] |
| Datum |
2007.06.22 [Aufnahmedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Politik ; Gesellschaft ; Literatur ; Faschismus und Nationalsozialismus ; Universität ; Antisemitismus ; Judentum ; Kinder und Jugend ; Bildung und Schulwesen ; Parteien / KPÖ ; Soziales ; Printmedien ; Interview ; Erste Republik ; Ständestaat ; Unveröffentlichte Aufnahme |
| Örtliche Einordnung |
Bundesland / Wien
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland Österreich Deutschland, Deutsches Reich |
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20. Jahrhundert - 30er Jahre
20. Jahrhundert - 40er Jahre 20. Jahrhundert - 50er Jahre 20. Jahrhundert - 60er Jahre 20. Jahrhundert - 70er Jahre 21. Jahrhundert - Nullerjahre |
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| Typ | video |
| Format |
VKAMDV [Videokassette, MiniDV] DFFFV1 [FFV1-Codec im AVI-Container] DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | Österreichische Mediathek, vx-03757_01_k02, vx-03757_01_k01 |
| Medienart | MPG-Videodatei |
Information
Inhalt
Sammlungsgeschichte
Anmerkungen zum Inhalt
Ilse Maria Aschner (geb. Römer) wurde 1918 geboren und wuchs als Tochter assimilierter jüdischer Eltern in Wien auf. Ihre Eltern waren auch in den 1930er Jahren engagierte Sozialdemokraten. Sie und ihr Bruder Wolfgang waren evangelisch getauft und wussten bis zum "Anschluss" Österreichs 1938 nichts über ihre jüdische Herkunft. Nach dem "Anschluss" konnte Ilse Aschner als einzige in ihrer Familie legal nach Großbritannien emigrieren, wo sie ihren späteren Mann Peter Aschner kennenlernte.1946 kehrte sie nach Wien zurück. Ihre Eltern waren in der Zwischenzeit von den Nationalsozialisten ermordet worden. Bis 1962 wechselte sie mehrmals ihren Wohnort (Salzburg, Linz und Prag), bevor sie endgültig nach Wien zurückkehrte. Dort arbeitete sie zunächst bei der kommunistischen Frauenzeitschrift „Stimme der Frau“. Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings trat sie jedoch 1969 aus der Kommunistischen Partei aus und wechselte damit auch in ihrer journalistischen Arbeit zur Zeitschrift "Neues Forum". Sie war Sekretärin der Grazer Autorinnenversammlung und arbeitete dort eng mit Ernst Jandl und Josef Haslinger zusammen. Von Beginn der 1990er Jahre bis 2006 wirkte sie im Ersten Wiener Lesetheater und zweiten Wiener Stegreiftheater entscheidend mit, ab den 1980er Jahren hielt sie an Wiener Schulen zahlreiche Vorträge als Zeitzeugin. Ilse Maria Aschner verstarb 2012.