Oral History Interview mit Friedrich Zawrel - 9. Teil [Ausschnitt 1]
Katalogzettel
| Titel | Oral History Interview mit Friedrich Zawrel - 9. Teil [Ausschnitt 1] |
| Titelzusatz |
Geboren 1929 in Lyon (Frankreich): Überlebender der NS-Kindereuthanasieanstalt „Am Spiegelgrund“, Hilfsarbeiter, Vater, Pensionist |
| Spieldauer | 00:02:05 |
| Mitwirkende |
Zawrel, Friedrich [Interviewte/r]
[GND
]
Maier, Michael S. [Interviewer/in] Österreichische Mediathek [Produzent] |
| Datum |
2010.09.03 [Aufnahmedatum] |
| Ort |
Wien [Aufnahmeort]
|
| Schlagworte | Gesellschaft ; Politik Österreich ; Politik ; Interview ; Alltag ; Familie ; Faschismus und Nationalsozialismus ; Justiz und Rechtswesen ; Straftaten ; Tod ; Regierung ; Justizpolitik ; Sozialpolitik ; Unveröffentlichte Eigenaufnahme der Österreichischen Mediathek |
| Örtliche Einordnung |
Österreich
Frankreich Deutschland, Deutsches Reich USA - Vereinigte Staaten von Amerika Sowjetunion |
| Typ | audio |
| Format |
DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | Österreichische Mediathek, e13-00699_b01_k02 |
| Medienart | Mp3-Audiodatei |
Information
Inhalt
Auszug aus dem Interviewprotokoll
Nach dem Abgang von der Schule konnte ihn „meine liebe Republik“ gern haben, wurde später ein Filmtitel, momentaner Zorn auf den Staat, war anschließend zwar noch Hilfsarbeiter, aber der Bruch begann ab diesem Zeitpunkt, die Republik hat ihre Schuld nicht eingestanden, die Menschen haben ja das Dritte Reich begrüßt, wehrt sich gegen das Wort „Mitläufer“ und gegen die Trümmerfrauen, der Wiederaufbau war eine moralische Verpflichtung, alle haben dazu beigetragen, dass dieses Land zerbombt worden ist, allein hätte Hitler nicht alles machen können, bis auf wenige Ausnahmen standen alle hinter Hitler, der Widerstand fand in der breiten Bevölkerung keine Unterstützung, das alles war für ihn ausschlaggebend, dass er den „kriminellen Weg“ gegangen ist
Nach dem Abgang von der Schule konnte ihn „meine liebe Republik“ gern haben, wurde später ein Filmtitel, momentaner Zorn auf den Staat, war anschließend zwar noch Hilfsarbeiter, aber der Bruch begann ab diesem Zeitpunkt, die Republik hat ihre Schuld nicht eingestanden, die Menschen haben ja das Dritte Reich begrüßt, wehrt sich gegen das Wort „Mitläufer“ und gegen die Trümmerfrauen, der Wiederaufbau war eine moralische Verpflichtung, alle haben dazu beigetragen, dass dieses Land zerbombt worden ist, allein hätte Hitler nicht alles machen können, bis auf wenige Ausnahmen standen alle hinter Hitler, der Widerstand fand in der breiten Bevölkerung keine Unterstützung, das alles war für ihn ausschlaggebend, dass er den „kriminellen Weg“ gegangen ist