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Cubeo (Südost-Kolumbien, Provinz Vaupés) - Flechten eines Maniokpreßschlauches "tipiti"

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Katalogzettel

Titel Cubeo (Südost-Kolumbien, Provinz Vaupés) - Flechten eines Maniokpreßschlauches "tipiti"
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Österreichisches Bundesinstitut für den Wissenschaftlichen Film
Schlagworte Gesellschaft ; Kultur ; Wissenschaft und Forschung ; Ethnologie ; Technik ; Nahrung ; Ethnie
20. Jahrhundert - 80er Jahre
Typ video
Format FIMR [Film, Magnet-Randspur]
FIVK [Film, Vorführ-Kopie]
DFFFV1 [FFV1-Codec im AVI-Container]
DFMPG [Dateiformat: MPG]
FI16 [Film, 16 mm]
VKADB [Videokassette, DigiBeta]
VKASVHS [Videokassette, S-VHS]
Signatur VX-03003_01_k01, VX-03003_01, F16-01180, V-11009
Medienart Mediendatei

Information

Inhalt

„Die Cubeo besiedeln die Region tropischer Regenwälder im Einzugsgebiet der Flüsse Cuduyarì, Quererai und Vaupès. Als eines der Grundnahrungsmittel wird Maniok angebaut, aus dem vor allem das Fladenbrot 'kassawa' gebacken wird. Zum Auspressen des blausäurehaltigen Manioksaftes verwendet man den 'tipiti', einen diagonal geflochtenen Schlauch. Der Film zeigt das Trennen von Bast und Borkenschicht, die angewandten Flechttechniken bis zum Verknoten der Enden zur gebrauchsfertigen Maniokpresse.“ (Zeitschrift Wissenschaftlicher Film Nr. 38/39; Jahr 1988; Seite 145)
Die Cubeo besiedeln die Region tropischer Regenwälder im Einzugsgebiet der Flüße Cuduyarì, Querarai und Vaupés. Zu ihrem Hauptnahrungsmittel gehört Maniok, welcher angebaut und verarbeitet wird. Dabei werden die Maniokknollen mit einem Grabstock ausgegraben, von Frauen gewachen und an einem Reibbrett zu Flocken gerieben. Die Flocken werden mit der der Hand ausgerückt, ehe sie in den „tipitì“ eingefüllt werden. Es handelt sich bei dem „tipitì“ um einen aus Naturfasern hergestellten Schlauch, in dem die Maniokflocken ausgepresst werden. Hergestellt wird dieser aus einer elastischen Rindenschicht. Es werden vier dieser Rindenstreifen gebündelt. Die ersten Streifen werden im stumpfen Winkel zueinander gelegt, damit ein diagonales Flechtmuster entsteht. Das Flechtwerk erreicht eine Breite von ca. 30 cm. Zu flechten wird an der Seite der Aufhängung des Schlauches begonnen. Die hierfür notwendige Schlinge entsteht durch das Zusammenfalten des Flechtwerks aus den überstehenden kurzen Rindenstreifen. Vom randparallelen Flechten kann nun zum diagonalen Schlauchflechten übergegangen werden. So entsteht am Übergang der beiden Techniken die Öffnung des Flechtwerks, durch die man die Maniokflocken zum Auspressen einfüllen kann. Nach etwa 1,5m wird das Flechtwerk durch eine engere Bindung verengt. Aus dem überstehenden Rinderstreifen wird das zweite Auge geformt, durch das beim späteren Gebrauch ein Hebel gelegt wird, der durch Beschweren den gefüllten „tipitì“ streckt und zusammenzieht. (vgl. Zeitschrift Wissenschaftlicher Film Nr. 38/39; Jahr 1988; Seiten 145-147)

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