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Reportage über die Zerstörung des Tempels in Wien-Leopoldstadt im Zuge der Novemberpogrome 1938 (Von der NS-Propaganda so genannte "Reichskristallnacht")

Rechtliches

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Katalogzettel

Titel Reportage über die Zerstörung des Tempels in Wien-Leopoldstadt im Zuge der Novemberpogrome 1938 (Von der NS-Propaganda so genannte "Reichskristallnacht")
Titelzusatz gesamte Aufnahme
Spieldauer 00:04:58
Mitwirkende Walli, Eldon [Reporter/in] [GND ]
Datum 1938.11.10 [Aufnahmedatum]
Ort Wien, Tempelgasse [Aufnahmeort]
Schlagworte Politik Österreich ; Faschismus und Nationalsozialismus ; Judentum ; Antisemitismus ; Straftaten ; Politische Verfolgung ; Radiosendung-Mitschnitt
Örtliche Einordnung Österreich
20. Jahrhundert - 30er Jahre
Typ audio
Format DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV]
Sprache Deutsch
Link Transkript der Reportage auf "Geschichte Online"
Signatur Österreichische Mediathek, e01-00714_b01_k02
Medienart Mp3-Audiodatei

Information

Inhalt

Transkript der Aufnahme: siehe http://gonline.univie.ac.at/htdocs/upload/File/import/611.pdf

Sammlungsgeschichte

Sammlung Frühe historische Tonaufnahmen

Anmerkungen zum Inhalt

Die Aufnahme zeigt, wie unverblümt über die Verfolgung der Juden berichtet wurde. - Mit dem Bezug auf eine "ruchlose" Tat in Paris ist die Ermordung eines deutschen Botschaftsangehörigen durch einen jüdischen Attentäter gemeint, die als Vorwand für die Pogrome vom November 1938 (" Novemberpogrom ") verwendet wurde.

Eldon Walli, wurde 1913 in New York geboren wuchs aber in Niederösterreich auf. Er trat schon 1927 der Hitlerjugend bei und beteiligte sich beim Aufbau der Ortsgruppe Bad Vöslau. Nach einigen Verhaftungen entzog er sich einer weiteren 1934 durch Flucht ins Deutsche Reich zur österreichischen Legion. Ab 1938 kommentierte er schon als Reporter der Reichsrundfunk-Gesellschaft, danach beim Reichssender Wien. Im Krieg blieb er dem Medium Rundfunk treu und berichtete als Mitglied einer Propagandakompanie. Danach tauchte er unter und konnte durch seinen langjährigen Freund, Andreas Reischek, beim amerikanischen Radiosender Rot-Weiß-Rot im Studio Linz wieder Fuß fassen. Er gestaltete Musiksendungen mit kabarettistischen Einlagen unter den Künstler- und Tarnnamen Balduin bzw Wilhelm Hamburger. 1950, nachdem seine Vergangenheit den Amerikanern bekannt wurde und dadurch nicht mehr tragbar war, wurde Walli gekündigt. Es gab Ermittlungen der Gerichte. In den 1960er-Jahren erwarb er ein Schallplattengeschäft am Wiener Graben – die „Schallplattenwiege“ - die er bis ins hohe Alter führte. (Andreas Ulrich. Modernes Radio? US-amerikanische Rundfunkpolitik in Österreich (1945-1955) am Beispiel der Sendergruppe „Rot-Weiß-Rot“, Studio Wien. (Wien 1993) S.55-58)

Art der Aufnahme

Reportage

Technische Anmerkungen

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Metadaten

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