Der Jahrhundertkrieg: Die Befreiung (Teil 3 bis 5)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks zeit.geschichte
Katalogzettel
| Titel | Der Jahrhundertkrieg: Die Befreiung (Teil 3 bis 5) |
| Titelzusatz |
Die Hölle von Monte Cassino (Teil 3) ; Die letzte Schlacht (Teil 4) ; Der letzte Akt (Teil 5) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
ORF 3 [Sendeanstalt]
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| Datum |
2013.10.19 [Sendedatum] 2001 [Produktionsdatum] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Politik ; Faschismus und Nationalsozialismus ; Zweiter Weltkrieg ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-00219_K01, E52-00219 e52-00219 |
| Medienart | Mediendatei |
| Gesamtwerk/Reihe | zeit.geschichte |
Information
Inhalt
Teil 3: Am 15. Februar 1944 legen 229 US-Bomber das alte Kloster von Monte Cassino 150 Kilometer südlich von Rom in Schutt und Asche. Es ist die Schlacht um den „heiligen“ Berg. Am Morgen des 15. Februar 1944 halten die Mönche von Monte Cassino wie gewohnt ihre 9.00 Uhr-Messe. Auch etwa 800 Flüchtlinge und Verwundete, Frauen und Kinder befinden sich im Kloster - ein einzigartiges Kulturdenkmal, das 529 von Benedikt von Nursia errichtet wurde. 229 US-Bomber der 12. und 15. Luftflotte sind im Anflug: Über dem Klosterberg klinken sie ihre tödliche Fracht aus. 435 Tonnen Brand- und Sprengbomben verwandeln Monte Cassino in ein Inferno aus Feuer und Rauch. Die Abtei wird regelrecht in Stücke gerissen. Die Geburtsstätte des Benediktinerordens, 150 Kilometer südlich von Rom, gleicht am Ende einer Trümmerwüste. Auf alliierter Seite heißt es, die Deutschen hätten die Abtei zu einer „Schlüsselstellung gemacht und mit schweren Geschützen bestückt“. Traf das wirklich zu? War die totale Zerstörung einer „Wiege des Abendlandes“ ein sinnloser Akt, wie die NS-Propaganda in alle Welt hinausposaunte? Oder gab es Anzeichen, dass das Kloster doch noch militärisch genutzt wurde?
Teil 4: Die Schlacht um die strategisch wichtigen Verbindungswege über Maas, Waal und Rhein wird zum blutigen Desaster. Am 17. September 1944 starten in England über 1500 Flugzeuge mit Zehntausenden britischen und amerikanischen Fallschirmjägern an Bord: „Operation Market Garden“. Ziel sind die strategisch wichtigen Brücken über Maas, Waal und Rhein, die wichtigsten Verbindungswege der alliierten Truppen für einen Vorstoß in das Ruhrgebiet. Ein waghalsiges Unternehmen, das den Krieg im Westen frühzeitig entscheiden sollte. „Wir glaubten, zu Weihnachten in Berlin sein zu können“, berichtet der amerikanische Soldat Vernon Swanson. Die deutsche Wehrmacht liegt nach der erfolgreichen Invasion der Alliierten in der Normandie am Boden und so glauben auch die Fallschirmjäger an einen schnellen Sieg. "Uns war die „Operation Market Garden" von den Offizieren als Spaziergang dargestellt worden“, erzählt der britische Fallschirmjäger Bryan Willoughby. Ein verhängnisvoller Irrtum. Bei Arnheim wird die 1. britische Luftlandedivision von Einheiten der 9. und 10. SS-Division eingekesselt und vernichtend geschlagen. „Es war reiner Zufall, dass wir zur Auffrischung gerade in dieser relativ ruhigen Region waren“, sagt Gernot Traupel, damals Angehöriger der 10. SS-Division.
Teil 5: Anfang März '45: Der Krieg kehrte in das Land zurück, von dem er sechs Jahre zuvor ausgegangen war. Im Osten kämpfte die Rote Armee an der Oder, im Westen standen Briten und Amerikaner am Rhein. Die deutschen Truppen sahen hier wie dort nur noch einen Ausweg: Alle Brücken sprengen und auf dem anderen Ufer neu formieren. Im Westen kam das Glück den Alliierten zur Hilfe. Am 7. März '45 nahm eine amerikanische Vorhut die intakte Rheinbrücke bei Remagen im Handstreich; ein Sprengversuch in letzter Sekunde scheiterte an einem defekten Kabel. Hitler tobte, ließ vier Offiziere erschießen und setzte alle verfügbaren Kräfte gegen die Brücke in Marsch. Doch selbst der Einsatz von Kampfschwimmern, deutschen "Kamikazefliegern" und V2-Raketen führte nicht zum Erfolg. Zwar stürzte die Brücke zehn Tage später ein, doch die Amerikaner konnten den Brückenkopf am Ostufer halten. Zwei Wochen später fiel die Rheinfront ganz. Mit über einer Million Soldaten und der größten Luftlandeoperation des Krieges setzten Briten, Amerikaner und Kanadier bei Wesel über den Fluss. Die Tür in das Innere Deutschlands war endgültig offen, die alliierten Truppen stürmten Richtung Ostsee und Elbe. Der alliierte Oberkommandierende Eisenhower notierte: "Mit der Operation vom 24. März war Deutschlands Schicksal besiegelt."