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Thema: Unsere Polizei - Fußabtreter für Frustrierte?

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Talk im Hangar-7

Katalogzettel

Titel Thema: Unsere Polizei - Fußabtreter für Frustrierte?
Titelzusatz Anfangsreportage: Flüchtlinge - Das Geschäft mit der Hoffnung
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Köhler, Imke [Moderation]
Servus TV [Sendeanstalt]
Datum 2014.01.16 [Sendedatum]
Schlagworte Gesellschaft ; Sport ; Diskussion ; Reportage ; Exekutive ; Asyl ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-00623_K01, E52-00623 e52-00623
Medienart Mediendatei
Gesamtwerk/Reihe Talk im Hangar-7

Information

Inhalt

2013 haben knapp 13.000 Menschen Asyl in Österreich beantragt - in Bayern sind es etwa 18.000. Nur die wenigsten haben eine wirkliche Chance, dauerhaft zu bleiben. Bis zur Entscheidung über Annahme des Antrags oder Ausweisung dürfen die meisten Asylwerber nicht arbeiten. Sie beziehen eine bescheidene Grundversorgung. Ein Großteil der Flüchtlinge wird in organisierten Quartieren privater Betreiber untergebracht - oftmals in abgelegenen Gasthöfen, die ihre beste Zeit längst hinter sich haben. Ob in Bayern oder Österreich - Flüchtlings-Organisationen kritisieren, dass Asylsuchende nicht menschenwürdig untergebracht sind.
Während viele Asylverfahren bereits nach wenigen Monaten entschieden sind, ziehen sich andere über Jahre. In dieser Zeit sind Asylsuchende auf die Betreiber ihrer Quartiere angewiesen. Denn außer der Unterkunft und Verpflegung bekommen sie lediglich ca. 40 Euro Taschengeld im Monat. Die Betreiber der Unterkünfte erhalten für jeden Asylsuchenden bis zu ca. 20 Euro am Tag.
Reicht diese Summe aus, um ein menschenwürdiges Leben auf der einen Seite und eine faire Entlohnung auf der anderen Seite zu ermöglichen? Wieso werden Missstände von den Behörden toleriert? Und wirtschaften einige Betreiber vielleicht in die eigene Tasche, statt eine vernünftige Unterbringung für Asylwerber bereitzustellen?
DISKUSSION. Ist ihr Beruf für Menschen in Uniform heute gefährlicher als früher? Hat die Gesellschaft jeglichen Respekt vor den Beamten verloren, oder sind die gewalttätigen Reaktionen einiger Bürger die Antwort auf das mitunter unverhältnismäßige Verhalten und Auftreten der Polizei? Wer hat das Gewaltproblem - frustrierte Bürger oder handgreifliche Polizisten? Fest steht: Das Image der uniformierten Gesetzeshüter hat sich gewandelt, für viele sind sie eher Feind statt Freund. Situationen, in denen sie bespuckt, beschimpft und bedroht werden, sind keine Seltenheit mehr.

Auf der anderen Seite fühlen sich viele Menschen von der Polizei falsch behandelt. Vor allem, wenn die Gesetzeshüter präventiv tätig werden. Doch wen darf die Polizei überhaupt kontrollieren? Welche Rechte haben die Kontrollierten? Und wann ist auch Gewalt beim Einsatz gerechtfertigt? Geht die Polizei noch angemessen mit dem staatlichen Gewaltmonopol um, oder müssen wir uns vor ihr in Acht nehmen? Wird zu oft versucht, den Blick der Öffentlichkeit auf die Gewalt gegen Polizeibeamte zu richten, oder ist unsere Polizei heute wirklich das Ventil für frustrierte und enttäuschte Bürger?
GÄSTE: Bodo Pfalzgraf - Chef der Berliner Polizeigewerkschaft ;
Peter Goldgruber - ehemaliger Leiter der Sicherheitspolizei ;
Hubert Dreyling - Anwalt von Opfern von Polizeigewalt ;
Reinhard Kreissl - Kriminalsoziologe ;

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