Kreuz und Quer [2014.04.01]
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Kreuz und quer
Katalogzettel
| Titel | Kreuz und Quer [2014.04.01] |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Guggenberger, Christoph [Redaktion]
[GND
]
Tatzreiter, Helmut [Redaktion] Rathner, Christian [Gestaltung] ORF 2 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2014.04.01 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Religion ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DVD [DVD] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 12-10208_02 |
| Medienart | DVD |
| Gesamtwerk/Reihe | Kreuz und quer |
Information
Inhalt
Der Sex, der Tod und die Götter
Obwohl es gesetzlich verboten ist, werden in Indien nach wie vor minderjährige Mädchen einer Gottheit geweiht und symbolisch mit ihr verheiratet; sie werden Devadasis, wörtlich übersetzt "Dienerinnen Gottes". Sobald die Mädchen jedoch in die Pubertät kommen, verkauft man sie an zahlungswillige Männer. Ursprünglich waren Devadasis hochangesehene Tempeltänzerinnen, die bei weltlichen Festen und hinduistischen Zeremonien ihre Künste darboten. Mittlerweile sind die religiösen Hintergründe nur noch Nebensache, das System der Devadasis ist zu einer üblen Form von Zwangsprostitution verkommen. Eine erschütternde Dokumentation der britischen Filmemacherin Beeban Kidron
Obwohl es gesetzlich verboten ist, werden in Indien nach wie vor minderjährige Mädchen einer Gottheit geweiht und symbolisch mit ihr verheiratet; sie werden Devadasis, wörtlich übersetzt "Dienerinnen Gottes". Sobald die Mädchen jedoch in die Pubertät kommen, verkauft man sie an zahlungswillige Männer. Ursprünglich waren Devadasis hochangesehene Tempeltänzerinnen, die bei weltlichen Festen und hinduistischen Zeremonien ihre Künste darboten. Mittlerweile sind die religiösen Hintergründe nur noch Nebensache, das System der Devadasis ist zu einer üblen Form von Zwangsprostitution verkommen. Eine erschütternde Dokumentation der britischen Filmemacherin Beeban Kidron
Sag mir wo die Mädchen sind
In Indien leben signifikant weniger Frauen als Männer. Aber das liegt nicht daran, dass weniger Mädchen als Buben geboren werden. Sondern es liegt daran, dass Mädchen als minderwertig, überflüssig und teuer gelten. Ist ein Baby weiblichen Geschlechts, lebt es in vielen - vor allem ländlichen - Gegenden in Gefahr, ermordet zu werden. Eine als "Totengöttin" auftretende Frau bringt sie um, indem sie ihnen Salz auf die Zunge streut. Erstmals beschäftigt sich nun ein Kinofilm mit diesem traurigen Thema. Er wird derzeit gedreht und dürfte spätestens nach der Premiere im Herbst für Zündstoff sorgen. Schon jetzt diskutiert ganz Indien über die jüngst publik gewordenen Massenvergewaltigungen im Land. Sie zeigen wie die hohe Infantizid-Rate, wie wenig ein Frauenleben derzeit zählt. Kreuz und Quer ist bei den Dreharbeiten zum Film dabei, beleuchtet die hitzig geführte gesellschaftliche Debatte und dokumentiert den schwierigen Kampf von Engagierten Hindus, Christen und Muslimen beiderlei Geschlechts, die für ein dringend notwendiges Umdenken werben.
In Indien leben signifikant weniger Frauen als Männer. Aber das liegt nicht daran, dass weniger Mädchen als Buben geboren werden. Sondern es liegt daran, dass Mädchen als minderwertig, überflüssig und teuer gelten. Ist ein Baby weiblichen Geschlechts, lebt es in vielen - vor allem ländlichen - Gegenden in Gefahr, ermordet zu werden. Eine als "Totengöttin" auftretende Frau bringt sie um, indem sie ihnen Salz auf die Zunge streut. Erstmals beschäftigt sich nun ein Kinofilm mit diesem traurigen Thema. Er wird derzeit gedreht und dürfte spätestens nach der Premiere im Herbst für Zündstoff sorgen. Schon jetzt diskutiert ganz Indien über die jüngst publik gewordenen Massenvergewaltigungen im Land. Sie zeigen wie die hohe Infantizid-Rate, wie wenig ein Frauenleben derzeit zählt. Kreuz und Quer ist bei den Dreharbeiten zum Film dabei, beleuchtet die hitzig geführte gesellschaftliche Debatte und dokumentiert den schwierigen Kampf von Engagierten Hindus, Christen und Muslimen beiderlei Geschlechts, die für ein dringend notwendiges Umdenken werben.