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Das Bandlkramerlandl - Eine Textilregion im Oberen Waldviertel, Niederösterreich

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Katalogzettel

Titel Das Bandlkramerlandl - Eine Textilregion im Oberen Waldviertel, Niederösterreich
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Waltner, Lisl [Wiss. Verfasser/in]
Hokr, Leopoldine [Wiss. Verfasser/in]
Österreichisches Bundesinstitut für den Wissenschaftlichen Film [Produzent]
Datum 1991 [Produktionsdatum]
1992 [Erscheinungsjahr]
Schlagworte Gesellschaft ; Technik ; Wissenschaft und Forschung ; Ethnologie ; Bauen ; Handwerk und Gewerbe ; Soziales ; Technik ; Arbeitsbedingungen ; Geschichtswissenschaft ; Interview ; Wissenschaftlicher Film ; Publizierte und vervielfältigte Aufnahme
Örtliche Einordnung Niederösterreich
20. Jahrhundert - 90er Jahre
Typ video
Format FILT [Film, Lichtton]
FIVK [Film, Vorführ-Kopie]
DFFFV1 [FFV1-Codec im AVI-Container]
DFMPG [Dateiformat: MPG]
FI16 [Film, 16 mm]
VKAVHSPal [Videokassette, VHS, Pal]
VKABCsp [Videokassette, Betacam, SP]
VKAUlb [Videokassette, Umatic, LB]
VKAUhb [Videokassette, Umatic, HB]
Sprache Deutsch
Signatur VX-02514_01_k01, VX-02514_01, V-11647, F16-01423, V-11646, VX-02098, VX-02096 C 2374
Medienart Mediendatei

Information

Inhalt

„Im Sinne einer volkskundlichen Siedlungs- und Hausforschung wird die Entwicklung der Technologie des Breitwebens analog zu den Siedlungs- und Hausformen aufgezeigt. Funktionelle Zusammenhänge des technischen Fortschritts im sozialen und wirtschaftlichen Strukturwandel zeichnen sich an Orts- und Landschaftsbildern ab. Beginnend mit der Eigenversorgung im Rahmen der Dorfgemeinschaft, über die Manufakturen im Merkantilismus bis in die Hochindustrie handelt es sich um langfristige komplexe Prozesse, welche innerhalb der Region nicht gleichzeitig abliefen, weshalb auf die Darstellung von Übergangsphasen besonderer Wert gelegt wurde.“ (Zeitschrift Wissenschaftlicher Film; Nr. 44; Jahr Oktober 1992; Seite 61)
Im Frühfeudalismus erfolgte die Bedarfsabdeckung über die Selbstversorgung innerhalb des Dorfes. Rohmaterialien für Bekleidung stellten daher Leinen, Wollerzeugnisse und Leder dar. Knöpfe und Metallverschlüsse konnten nicht produziert werden, weshalb sie als Luxusware gehandhabt wurden. An deren Stelle traten die vielseitig verwendbaren Bänder. Das Wissen um die Produktion der Bänder blieb auf Grund einer konstanten Nachfrage erhalten. Erst zu Beginn der Monarchie gingen die Absatzmärkte allmählich verloren. Die Zwischenkriegszeit brachte weitere krisenhafte Einbrüche mit sich. Primär war es jedoch die veränderte Kleidermode, die Verbilligung von Knöpfen bzw. die Erfindung neuartiger Verschlüsse die den Bedarf an Bändern und Schnüren minderte. Auch die Bandindustrie wurde durch Mechanisierung und Automatisierung abgelöst. Dem rasanten technischen Fortschritt konnten nur wenige Bandproduzenten standhalte. „Jene Betriebe, welche Entwicklungsarbeit mit neuen Materialien und neuen Produkten leisten, können sich dennoch auf dem in- und ausländischen Markt behaupten.“ (vgl. Zeitschrift Wissenschaftlicher Film; Nr. 44; Jahr Oktober 1992; Seiten 61-68)

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