Der 2. Weltkrieg - Hitler unterwirft Europa
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Katalogzettel
| Titel | Der 2. Weltkrieg - Hitler unterwirft Europa |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
3sat [Sendeanstalt]
|
| Datum |
2014.09.01 [Sendedatum] 2010 [Produktionsdatum] |
| Schlagworte | Politik ; Zweiter Weltkrieg ; Faschismus und Nationalsozialismus ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-01977_K01, E52-01977 e52-01977 |
| Medienart | Mediendatei |
Information
Inhalt
"Der Feldzug gegen Frankreich darf keinesfalls wieder erfolglos im Schützengraben enden" meinte Adolf Hitler. Die Befürchtungen blieben unberechtigt: Die Eroberung Frankreichs wurde im Mai 1940 zur späten Revanche für die Niederlage im Ersten Weltkrieg. Hitler war von Frankreich und England, den Siegermächten des Ersten Weltkrieges, erst nach dem Einmarsch in Polen militärischer Widerstand entgegengesetzt worden. Doch bis dahin war die Wehrmacht zur besten Kampfmaschine Europas hochgerüstet, ein ganzes Volk uniformiert, Österreich und das Sudetenland in Blumenkriegen erobert und trotz gegenteiliger Versprechen auch der Rest der Tschechoslowakei geschluckt. Die Politik der Westmächte, die auf Nachgeben und Kompromisse gesetzt hatten, um den Frieden in Europa zu erhalten, war gescheitert.
Die schnelle Eroberung europäischer Staaten wie Norwegen, Holland, Belgien Frankreich oder Griechenland, die binnen weniger Wochen erfolgten Kapitulationen erweckten kurzfristig auch bei vielen Skeptikern den Eindruck der Unbesiegbarkeit der Wehrmacht und ihres obersten Kriegsherrn. Nach dem Frankreichfeldzug befand sich Hitler am Höhepunkt seiner Macht. Hitlers Stärke ist die militärische Schwäche seiner Gegner.
"Hitler unterwirft Europa", die von Andreas Novak gestaltete erste Folge der Weltkriegsserie, behandelt und analysiert die Jahre der schnellen Siege, die Zeit zwischen 1.September 1939 und dem Beginn des Überfalls auf die Sowjetunion im Juni 1941. Hitler verordnete Aufrüstung, Einmarsch und Krieg, um Deutschland von den Friedensvertragen zu befreien, die von den Siegern des 1.Weltkrieges nach 1918 verordnet wurden, von der so genannten "Schande von Versailles". Doch schon während der ersten Kriegsjahre sollte deutlich werden, dass man nach der Heimkehr mit noch größerer Schande überhäuft sein würde. Hitler führt Blumenkriege, Grenzrevisionskriege, Revanchekriege, Wirtschaftskriege, Eroberungskriege, Rassenkriege und Vernichtungskriege. Die Feldzüge sind zwar durch unterschiedlichste Ursachen getrennt durch das Leitmotiv der Unterwerfung, aber wieder miteinander verknüpft.
Eine differenzierte Annäherung an die Kriegsgeneration ist eines der zentralen Anliegen unserer Serie, sagt Andreas Novak: "Die nationalsozialistische Rassen und Kriegsideologie ermöglicht auf der einen Seite bereits während der Blitzkriege das sanktionsfreie Ausleben von Sadismus und moralischer Anarchie, die Entkoppelung des soldatischen Handelns von den Prinzipien des Kriegsrechtes und der Humanität. Auf der anderen Seite versetzt der verordnete Frontkampf eine überwiegend junge Generation in permanente mentale Ausnahmezustände. Er wird zum elementarsten biografischen Bruch im Leben dieser Menschen, er bringt die permanente Konfrontation mit Verrohung, und den Abbau von Tötungshemmungen." Damit hatten viele ihr Leben lang zu kämpfen, taten dies mit unterschiedlichsten Reaktionsmustern. Da reicht die Palette vom Schweigen bis hin zu intensiver Erzähllust. Die meisten der für die Dokumentationsreihe befragten Zeitzeugen berichten erstmals über ihre Kriegserlebnisse, fanden erstmals den Mut zur öffentlichen Erinnerung und erzählen bisher auch ihren Familien Verschwiegenes. Für Manche war es eine mehrere Interviewstunden umfassende Lebensbeichte sagt Andreas Novak.
Hoffnung auf schnelles Ende des NS-Regimes bleibt unerfüllt
"Ich habe mir den Krieg gewünscht, denn nur der Krieg konnte das NS-Regime beseitigen, doch niemals hätte ich mir gedacht, dass er solange dauern würde" sagt Heinrich Treichl, der in einer Artillerie-Einheit diente. Diese Erfahrung teilt der ehemalige Creditanstalt-Generaldirektor mit vielen Kriegsteilnehmern. So mancher dachte, der Krieg werde wohl spätestens nach der Eroberung Frankreichs zu Ende sein. Doch aus der Hoffnung auf einen kurzen Krieg sollte der lange Abschied von Freiheit und Zivilistenleben werden, zählt man die Kriegsgefangenschaft in sibirischen Lagern dazu.
Die Auswahl der Zeitzeugen sollte zugleich die unterschiedlichen Annäherungen zu Soldatentum und Krieg spiegeln: von der Distanz zu NS- Regime und Wehrmacht über Anpassung an das Diktat des Faktischen bis hin zum befehlstreuen, kampfbereiten Soldaten, der Hitlers Kriege als militärischen Befreiungsakt vom Diktat der Siegermächte des 1.Weltkrieges versteht.
"Hitler unterwirft Europa", die von Andreas Novak gestaltete erste Folge der Weltkriegsserie, behandelt und analysiert die Jahre der schnellen Siege, die Zeit zwischen 1.September 1939 und dem Beginn des Überfalls auf die Sowjetunion im Juni 1941. Hitler verordnete Aufrüstung, Einmarsch und Krieg, um Deutschland von den Friedensvertragen zu befreien, die von den Siegern des 1.Weltkrieges nach 1918 verordnet wurden, von der so genannten "Schande von Versailles". Doch schon während der ersten Kriegsjahre sollte deutlich werden, dass man nach der Heimkehr mit noch größerer Schande überhäuft sein würde. Hitler führt Blumenkriege, Grenzrevisionskriege, Revanchekriege, Wirtschaftskriege, Eroberungskriege, Rassenkriege und Vernichtungskriege. Die Feldzüge sind zwar durch unterschiedlichste Ursachen getrennt durch das Leitmotiv der Unterwerfung, aber wieder miteinander verknüpft.
Eine differenzierte Annäherung an die Kriegsgeneration ist eines der zentralen Anliegen unserer Serie, sagt Andreas Novak: "Die nationalsozialistische Rassen und Kriegsideologie ermöglicht auf der einen Seite bereits während der Blitzkriege das sanktionsfreie Ausleben von Sadismus und moralischer Anarchie, die Entkoppelung des soldatischen Handelns von den Prinzipien des Kriegsrechtes und der Humanität. Auf der anderen Seite versetzt der verordnete Frontkampf eine überwiegend junge Generation in permanente mentale Ausnahmezustände. Er wird zum elementarsten biografischen Bruch im Leben dieser Menschen, er bringt die permanente Konfrontation mit Verrohung, und den Abbau von Tötungshemmungen." Damit hatten viele ihr Leben lang zu kämpfen, taten dies mit unterschiedlichsten Reaktionsmustern. Da reicht die Palette vom Schweigen bis hin zu intensiver Erzähllust. Die meisten der für die Dokumentationsreihe befragten Zeitzeugen berichten erstmals über ihre Kriegserlebnisse, fanden erstmals den Mut zur öffentlichen Erinnerung und erzählen bisher auch ihren Familien Verschwiegenes. Für Manche war es eine mehrere Interviewstunden umfassende Lebensbeichte sagt Andreas Novak.
Hoffnung auf schnelles Ende des NS-Regimes bleibt unerfüllt
"Ich habe mir den Krieg gewünscht, denn nur der Krieg konnte das NS-Regime beseitigen, doch niemals hätte ich mir gedacht, dass er solange dauern würde" sagt Heinrich Treichl, der in einer Artillerie-Einheit diente. Diese Erfahrung teilt der ehemalige Creditanstalt-Generaldirektor mit vielen Kriegsteilnehmern. So mancher dachte, der Krieg werde wohl spätestens nach der Eroberung Frankreichs zu Ende sein. Doch aus der Hoffnung auf einen kurzen Krieg sollte der lange Abschied von Freiheit und Zivilistenleben werden, zählt man die Kriegsgefangenschaft in sibirischen Lagern dazu.
Die Auswahl der Zeitzeugen sollte zugleich die unterschiedlichen Annäherungen zu Soldatentum und Krieg spiegeln: von der Distanz zu NS- Regime und Wehrmacht über Anpassung an das Diktat des Faktischen bis hin zum befehlstreuen, kampfbereiten Soldaten, der Hitlers Kriege als militärischen Befreiungsakt vom Diktat der Siegermächte des 1.Weltkrieges versteht.