Tatort Krankenhaus: Wie schlecht werden wir behandelt?
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Talk im Hangar-7
Katalogzettel
| Titel | Tatort Krankenhaus: Wie schlecht werden wir behandelt? |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Brandstätter, Helmut [Moderation]
[GND
]
Forstner, Karl [Diskutant/in] Pichlbauer, Ernest [Diskutant/in] Konradt, Britta [Diskutant/in] Pateisky, Norbert [Diskutant/in] Kdolsky, Andrea [Diskutant/in] Servus TV [Sendeanstalt] |
| Datum |
2014.09.25 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Medizin ; Wirtschaft ; Diskussion ; Gesundheitswesen und medizinische Versorgung ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-02266_K01, E52-02266 e52-02266 |
| Medienart | Mediendatei |
| Gesamtwerk/Reihe | Talk im Hangar-7 |
Information
Inhalt
Eigentlich sollte die Medizin den Menschen dienen. Doch immer häufiger dominieren wirtschaftliche Interessen die Behandlung der Patienten. Gerade beim Personal sehen Klinikbetreiber oft Einsparpotenzial. Weniger Personal führt zu mehr Zeitdruck. Das Ergebnis: Mangelnde Betreuung, mehr Fehler. Jedes Jahr sterben in Deutschland 17.000 Menschen an den Folgen von Behandlungsfehlern, in Österreich etwa 2.400. Weitere 160.000 haben mit Komplikationen aufgrund falscher Behandlung zu kämpfen.|Mit jährlich 261 Klinikaufenthalten pro 1000 Einwohner nimmt Österreich die weltweite Spitzenposition ein, dicht gefolgt von Deutschland mit 240 Aufenthalten. In den beiden Ländern, mit den angeblich besten Gesundheitssystemen der Welt, wird besonders schnell zum Skalpell gegriffen. Und die Zahl der operativen Eingriffe nimmt rasant zu. Zudem setzen die Krankenhäuser verstärkt auf finanzielle Anreize. Das schlägt sich vor allem in Verträgen von Chef- und Oberärzten nieder. Bonusregelungen sind auf dem Vormarsch: Bis zu 50 Prozent des Jahresgehalts verdienen die "Halbgötter in Weiß" mit Sonderzahlungen - sofern sie die vorgegebenen Ziele erreichen. Die Folge: unnötige Operationen, teure Behandlungsmethoden - frei nach dem Motto "Gesund ist nur, wer noch nicht ordentlich untersucht worden ist". Sind unsere Ärzte nicht mehr Heiler, sondern Sklaven der ökonomischen Interessen? Wie viel Marktwirtschaft verträgt unser Gesundheitssystem? Steht nicht mehr das Wohl des Einzelnen, sondern nur noch der Umsatz im Vordergrund?
Zu Gast sind: Andrea Kdolsky, Österreichs ehemalige Gesundheitsministerin und langjährige Klinikmanagerin Britta Konradt, ehemalige Ärztin und Anwältin für Medizinrecht ; Norbert Pateisky, Experte für Patientensicherheit ; Ernest Pichlbauer, Gesundheitsökonom und Publizist ; Karl Forstner, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer