Friede durch Angst
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Katalogzettel
| Titel | Friede durch Angst |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Portisch, Hugo
[GND
]
Gasser, Wolfgang [Sprecher/in] [GND ] Schifter, Günther [Sprecher/in] [GND ] ORF 3 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2014.10.12 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Politik ; Gesellschaft ; Reportage ; Kalter Krieg ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-02350_K01, E52-02350 e52-02350 |
| Medienart | Mediendatei |
Information
Inhalt
Vor 25 Jahren fiel der Eiserne Vorhang und leitete den Fall der Sowjetunion ein. Anlässlich dieses Ereignisses präsentiert Hugo Portisch die neu kommentierte Dokumentation "Friede durch Angst". Kein Kamerateam hatte jemals davor oder danach die Atomarsenale der USA betreten dürfen. Doch Hugo Portisch und Sepp Riff wurden, als Staatsangehörige eines neutralen Landes, spektakuläre Einblicke gewährt. Dieser Bericht bringt Aufnahmen von Atom-Raketen in ihren Silos, den Alarmeinsätzen der US-Atombomber und aus dem Hauptquartier d. Polaris Atom U-Boote. Die preisgekrönte Reportage wurde technisch überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht, bleibt in ihrem Inhalt aber gleich. Es ergibt sich eine eindrucksvolle Zeitreise zum Höhepunkt eines Konfliktes, der die Welt in die atomare Vernichtung hätte führen können. Hugo Portisch selbst kommentiert und erklärt die Zustände von damals in zwei einrahmenden Moderationen. Einige Jahrzehnte lang hatte die Welt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts unter der Drohung eines atomaren Krieges gelebt. Und der Krieg schien jedes Mal möglich wenn es zwischen dem sogenannten Westen und der Sowjetunion zu einer ernsthaften Krise kam: Gleich mehrere Male bei dem Versuch der Sowjets, Westberlin zu blockieren und die Truppen der Westmächte aus Westberlin zu vertreiben; und auch als die Sowjets begannen, Raketen auf Kuba zu installieren, Atomraketen, die Washington und New York in Minutenschnelle erreichen und zerstören konnten. Der große Krieg - das wäre auf jeden Fall ein Atomkrieg geworden. So stand es in den Verteidigungsplänen der NATO und des Warschauer-Pakts. Aber dieser Krieg hätte zur gegenseitigen atomaren Vernichtung geführt. Henry Kissinger, Sicherheitsberater im Weißen Haus und danach Außenminister der USA, sprach von einem „Gleichgewicht des Schreckens“, einer gegenseitigen Bedrohung mit Atomwaffen, keine der beiden Seiten könnte den ersten Schlag wagen, vorausgesetzt der Angegriffene kann danach noch einen Gegenschlag führen. Diesen Zustand der gegenseitigen Bedrohung und des immer möglichen Kriegsausbruchs wurde der Kalte Krieg genannt. Auf dem Höhepunkt dieses Kalten Krieges entstand diese Dokumentation. Henry Kissinger erklärt die damalige Lage in einem exklusiven Interview. Es wurde gerade ein Abkommen zwischen der USA und der Sowjetführung verhandelt, das als „SALT“-Gespräche in die Geschichte eingehen sollte. Das stand für „Strategic Arms Limitation Talks“, also Gespräche über die Einschränkung der Atomwaffen. Material aus Reportagen aus den Jahren 1969-2014.