Interview mit Leopold Dietrich - 1. Teil
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Inhalt
Leopold Dietrich wurde im März 1941 im Alter von 17 Jahren verhaftet, weil er Botendienste für seinen Bruder ausgeführt hatte, der in monarchistischen Zirkeln politisch aktiv war. Der Jugendgerichtsbarkeit unterstehend war er zuerst in der Rossauer Lände inhaftiert, bevor er im August 1942 in das Jugendkonzentrationslager Moringen transportiert wurde, um dort - wie es hiess - "umerzogen" zu werden. Er erzählt, wie er von der ersten Sekunde im Lager nicht mehr als Menschen behandelt wurde und bei Hunger, Kälte und unter strenger Bewachung der SS die schwersten Arbeiten in einer Munitionsfabrik und im Steinbruch leisten musste. Als Strafen wurden Essensentzug, Strafstehen, Strafsport, Stockhiebe oder Briefverbot verhängt. Leopold Dietrich thematisiert auch die Zeit nach der Befreiung und wie schwer es für ihn war, die Angst aus dem Körper zu bekommen und in der Freiheit zurecht zu kommen. Mit seiner Familie konnte er Jahrzehnte lang nicht über seine Erlebnisse im KZ Moringen sprechen.
Grund der Verfolgung während des NS-Regimes:
Politischer Widerstand
Orte der Inhaftierung:
Polizeigefangenenhaus Elisabethpromenade
KZ Moringen