Interview mit Ludwig Raffelsberger - 1. Teil
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Inhalt
Ludwig Raffelsberger erzählt von seiner Sozialisierung und Politisierung als Kind und Jugendlicher. Zunächst stand er der Heimwehr nahe und war Mitglied des katholischen Reichsbundes, wechselte aber während der nationalsozialistischen Herrschaft zum kommunistischen Jugendverband und zum kommunistischen Widerstand. Dies nicht zuletzt deswegen, weil es keinen für ihn zugänglichen katholisch organisierten Widerstand gab, aber auch aufgrund seiner Freundschaft zu kommunistisch organisierten Jugendlichen. Er erzählt von der "Anschluss"-Zeit in Langenzersdorf, der Nazifizierung der Gesellschaft und von jugendlichen Formen des Widerstands als "Schlurfs" oder in Form der Verweigerung, der Hitlerjugend beizutreten. Ludwig Raffelsberger spricht dann auch von der Organisation des illegalen kommunistischen Widerstands, von dem er und seine heutige Frau Teil waren, und ihren Aufgaben, die von Flugzettelverteilen, "Streuaktionen" bis zu Sabotageakten in der Wiener Neustädter Flugzeugfabrik, in der er arbeitete, reichten.
Grund der Verfolgung während des NS-Regimes:
Sozialistischer/Kommunistischer Widerstand
Orte der Inhaftierung:
Gestapohaus Wiener Neustadt
Polizeigefangenenhaus Elisabethpromenade
Gestapo-Leitstelle Wien Morzinplatz
Landesgericht Wien II
Zuchthaus Ludwigsburg