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Die Insel. West-Berlin zwischen Mauerbau und Mauerfall (1/2)

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Katalogzettel

Titel Die Insel. West-Berlin zwischen Mauerbau und Mauerfall (1/2)
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende ZDF [Sendeanstalt]
Datum 2014.10.21 [Sendedatum]
Schlagworte Politik ; Gesellschaft ; Kalter Krieg ; Geheimdienste ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-02419_K01, E52-02419 e52-02419
Medienart Mediendatei

Information

Inhalt

Als am 9. November 1989 tausende Menschen aus Ost und West auf der Mauer tanzten, als Ost-Berliner in Sektlaune in den Westen strömen und den Kurfürstendamm eroberten, wurde schnell klar: Dies war das Ende der DDR. Doch es war auch das Ende einer Stadt, die wie keine andere das Symbol der deutschen Teilung, des Kalten Krieges, des Aufbruchs und des Wandels war: Berlin.
Es ist eine Reise durch die deutsche Nachkriegsgeschichte, die Berlin wie keine andere Stadt geprägt, erschüttert und zerrissen hat. Eine Kollage von persönlich Erlebtem, von kleinen und großen Geschichten, die sich verdichten zur Geschichte der Stadt. Sie wird chronologisch erzählt: Teil eins der Dokumentation beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Zeitspanne zwischen Mauerbau und den großen Studentendemonstrationen und endet mit dem Tod des Studenten Benno Ohnesorg; Teil zwei behandelt die Zeitspanne zwischen dem Ende der 1960er Jahre und dem Fall der Mauer im November 1989.
Als US-Präsident John F. Kennedy im Jahr 1963 vor dem Schöneberger Rathaus seinen historischen Satz sagte: „Ich bin ein Berliner!“, da sprach er über eine Frontstadt, aber auch über ein Lebensgefühl. Westberlin war mehr als eine eingemauerte Stadt. Es war ein Hort der Freiheit, ein Ort des trotzigen Widerstands. Unter den besonderen Lebensbedingungen dieser "Insel" entstand ein eigenes kulturelles und geistiges Klima, das Künstler und Abenteurer aus der ganzen Welt anzog.
All das geschah vor einer besonderen politischen Kulisse: Berlin war ein kleiner Provinzstaat auf der großen Weltbühne des Kalten Krieges. Es war eine besetzte Stadt. Offiziell waren die obersten Entscheidungsträger bis zur Wiedervereinigung die Stadtkommandanten der Alliierten. Berlin war in Ost und West auch das Mekka der Spione: Hier wurden Agenten eingeschleust und ausgetauscht; hier kamen die Geheimdienstler aus aller Welt zu konspirativen Treffs zusammen, um auf gegnerisches Terrain vorzudringen oder um selbst Weltpolitik zu machen.

Berlin - das subventionierte "Schaufenster des Westens"
Eine Insel – vom westdeutschen Festland aus nur per Flugzeug oder über streng kontrollierte Transitverbindungen zu erreichen. Berlin war um Haaresbreite der Ausgangspunkt für den Dritten Weltkrieg, aber es war auch eine Stadt des Aufbruchs, der Studentenbewegung, der Ideen und der Revolte. Es war die Stadt von Hildegard Knef, Harald Juhnke und Romy Haag, aber auch der radikalen Studenten Rudi Dutschke, Rainer Langhans, Fritz Teufel und Uschi Obermaier. In den 1970er Jahren wurde das Berliner Milieu zur Keimzelle des Terrorismus.

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