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Auf Laut - Diskussion mit Gästen [2014.12.09]

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Katalogzettel

Titel Auf Laut - Diskussion mit Gästen [2014.12.09]
Titelzusatz Selbstbestimmt leben
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Pirschner, Claus
FM4 [Sendeanstalt]
Datum 2014.12.09 [Aufnahmedatum]
Ort Dornbirn [Aufnahmeort]
Schlagworte Musik ; U-Musik ; Gesellschaft ; Diskussion ; Radiosendung-Mitschnitt
Typ audio
Format DFMP2 [Dateiformat: MP2]
Sprache Deutsch
Signatur E53-00534_K01, E53-00534 e53-00534
Medienart Mediendatei

Information

Inhalt

Auf Laut - Das Diskussionsformat am Dienstagabend auf FM4 vertieft Themen anhand von Betrachtungen von Studiogästen und den Erfahrungen anrufender HörerInnen.Thema: Selbstbestimmt leben
FM4 unterstützt im Rahmen von Licht ins Dunkel den Vorarlberger Verein Reiz und persönliche Assistenz für Menschen mit Behinderung.
Wie steht es um die Rechte von Menschen mit Behinderung in Österreich? Inwieweit kann ich mit einer Behinderung selbstbestimmt leben wie jede/r andere auch? Claus Pirschner spricht darüber mit dem Team von Reiz, dem Verein in Dornbirn, bei dem FM4 im Rahmen von Licht ins Dunkel persönliche Assistenz für Menschen mit Behinderung unterstützt.
Stefanie Fritzsche macht einen administrativen Job in Bregenz. Nach Dienstschluss kommt ihre persönliche Assistentin und holt sie beim Büro ab. Die 24-jährige Stefanie hat Cerebralparese und damit wenig räumliche Orientierung. Daher ist jemand notwendig, der ihr im Stadtverkehr behilflich ist.
"Ich brauche da immer jemanden, der bei mir ist, denn ich sehe nicht, wie weit die Autos von mir entfernt sind, ich kann die Höhe der Gehsteigkanten nicht einschätzen, Stufen ohne Geländer sind eine Barriere für mich, ich tu mir schwer mit dem Gleichgewicht". Weil Stefanie stundenweise eine persönliche Assistentin hat, kann sie selbständig am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. "Dann kann ich in die Stadt ohne meine Eltern". Ob es der Weg zur Arbeit ist, das Einkaufengehen, ein Kinofilm, ein Restaurantbesuch oder die Poetry Slam Veranstaltung, ihre Assistentin hilft ihr dabei, mobil zu sein, schneidet ihr die Pizza auf oder holt etwas aus dem Lebensmittelregal im Supermarkt. Persönliche Assistenz ermöglicht, was für andere selbstverständlich ist: selber zu entscheiden, wann ich was wie tue oder wohin ich gehe.
Schlüssel zur Teilnahme in der Gesellschaft
Persönliche Assistenz ist ein zentraler Schlüssel, damit Menschen mit Behinderung ihr Recht auf Teilnahme in der Gesellschaft in allen Bereichen - von der Schule über die Arbeit bis zur Freizeit - erlangen. So sieht es die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen vor, die auch für Österreich bindend ist.
Dennoch ist nur ein Teil der notwendigen persönlichen Assistenz von der öffentlichen Hand finanziert - insbesondere am Arbeitsplatz und in der Schule, teilweise, von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, auch in der Freizeit. Was hab ich von meiner Freizeit, wenn ich wenig oder nichts unternehmen kann, dann ist mir das Recht auf kulturelles oder gesellschaftliches Teilnehmen verwehrt. Der Verein Reiz fordert daher eine österreichweite finanzielle Regelung. In Vorarlberg verhandelt man mit der Landesregierung unterdessen, aber derzeit braucht es dringend noch private Unterstützung. "Ich kenne einige, die viel höheren Bedarf an persönlicher Assistenz haben, es sich aber nur 1 bis 2 Stunden in der Woche leisten können. Da geht es um die Sicherstellung von Grundbedürfnissen und nicht um Luxus", verdeutlicht Sabrina Nitz.
Wir wollen helfen: 24 Stunden Bereitschaftsdienst
Assistenzdienste sind immer im Voraus geplant. Aber was passiert, wenn ein Notfall eintritt, unvorhergesehen etwas Wichtiges zu erledigen ist oder eine Assistenzkraft ausfällt? Da kann ein 24-Stunden-Bereitschaftsdienst große Abhilfe schaffen. Der Verein Reiz möchte den für Vorarlberg einrichten und FM4 bittet dich dafür zu spenden. Ein Beispiel: Der Dornbirner Reinhard Zischg bewegt sich mit dem Rollstuhl fort. Fällt der persönliche Assistent aus, kommt Reinhard nicht alleine aus dem Bett. Reinhard ist Vater eines vierjährigen Sohnes. Manchmal braucht er kurzfristig für sich und seinen Sohn Assistenz.

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