Marie Eugenie delle Grazie
Katalogzettel
| Titel | Marie Eugenie delle Grazie |
| Titelzusatz |
Schriftstellerin |
| Spieldauer | 00:02:10 |
| Mitwirkende |
Delle Grazie, Marie Eugenie [Redner/in]
[GND
]
Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften [Produzent] Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften [Rechteinhaber] |
| Datum |
1907.03.18 [Aufnahmedatum] |
| Ort |
Wien, Phonogrammarchiv [Aufnahmeort]
|
| Schlagworte | Literatur ; Lyrik ; Publizierte und vervielfältigte Aufnahme |
|
20. Jahrhundert - Nullerjahre
|
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| Typ | audio |
| Format |
CD [Compact Disc] |
| Sprache |
Deutsch |
| Rechte |
Mit freundlicher Genehmigung: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Tondokumente aus dem Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Gesamtausgabe der Historischen Bestände 1899-1950. Serie 2: Stimmporträts (OEAW PHA CD 8) |
| Link |
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften |
| Signatur | Österreichische Mediathek, 8-30491_b04_k02 |
| Medienart | Mp3-Audiodatei |
Information
Inhalt
Marie Eugenie delle Grazie (14. April 1864 - 18. Februar 1931), Schriftstellerin:
Transkript der Aufnahme des Phonogrammarchives:
"Wer ruft mich aus dem Schlaf?
"Wem soll ich Antwort steh'n?
Ein Mensch blieb, der Mensch musste vergeh'n.
Drum ziemt es auch nicht mir in geisterhaftem Sehnen
Der eig'nen Stimm' - wär's auch zum Schein bloß - zu erstehen.
Die mich beseelt und dann ein Weilchen aus mir sprach,
Dein Schöpferhaus, Natur, werd' hier noch einmal wach.
Den Wolkenschleier vor dem ebenen Angesicht
Steht plötzlich sie vor mir, die Ewige, und spricht:
Was bist du mir? Viel wen'ger als ein Hauch,
Denn meines Mundes Odem schafft Gestirne!
Was soll dein Ruf? Kaum weiß ich, dass du bist,
Denn spielend forme ich an Ewigkeiten,
Und Raum und Zeit sind deiner Blindheit Maß!
Ich träum' nur mich, ich schaff' nur mich, ich kenne
Nur mich - Mein Mantel heißt Unendlichkeit,
Und meine Arme halten die Myriaden
Der Sterne über Dir im Gleichgewicht!
Wohin ich schaue, kreisen Welten! Wo
Mein Fuß hintritt, zerkrachen Welten - wo
ich ruh und tändle, springen die Milliarden
Der Wesen in das Sein - doch wenn sie sind
und athmen, hab' ich ihrer längst vergessen,
Denn nicht am Staube haftet meine Kraft,
Das Seiende ist schon dem Tod verfallen
Ich aber athme nur im Werdenden."
Transkript der Aufnahme des Phonogrammarchives:
"Wer ruft mich aus dem Schlaf?
"Wem soll ich Antwort steh'n?
Ein Mensch blieb, der Mensch musste vergeh'n.
Drum ziemt es auch nicht mir in geisterhaftem Sehnen
Der eig'nen Stimm' - wär's auch zum Schein bloß - zu erstehen.
Die mich beseelt und dann ein Weilchen aus mir sprach,
Dein Schöpferhaus, Natur, werd' hier noch einmal wach.
Den Wolkenschleier vor dem ebenen Angesicht
Steht plötzlich sie vor mir, die Ewige, und spricht:
Was bist du mir? Viel wen'ger als ein Hauch,
Denn meines Mundes Odem schafft Gestirne!
Was soll dein Ruf? Kaum weiß ich, dass du bist,
Denn spielend forme ich an Ewigkeiten,
Und Raum und Zeit sind deiner Blindheit Maß!
Ich träum' nur mich, ich schaff' nur mich, ich kenne
Nur mich - Mein Mantel heißt Unendlichkeit,
Und meine Arme halten die Myriaden
Der Sterne über Dir im Gleichgewicht!
Wohin ich schaue, kreisen Welten! Wo
Mein Fuß hintritt, zerkrachen Welten - wo
ich ruh und tändle, springen die Milliarden
Der Wesen in das Sein - doch wenn sie sind
und athmen, hab' ich ihrer längst vergessen,
Denn nicht am Staube haftet meine Kraft,
Das Seiende ist schon dem Tod verfallen
Ich aber athme nur im Werdenden."