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Geraubte Leben - Europa im KZ Neuengamme

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Katalogzettel

Titel Geraubte Leben - Europa im KZ Neuengamme
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Nielsen, Maiken [Gestaltung]
ARD-alpha [Sendeanstalt]
Datum 2015.01.27
Schlagworte Gesellschaft ; Völkermord und Holocaust ; Dokumentation ; Faschismus und Nationalsozialismus ; Zweiter Weltkrieg ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-03453_K01, E52-03453 e52-03453
Medienart Mediendatei

Information

Inhalt

Die SS deportierte zwischen 1938 und 1945 über 100.000 Menschen aus ganz Europa in das KZ Neuengamme und seine Außenlager; nur die Hälfte von ihnen hat die Lagerhaft überlebt. Das größte Konzentrationslager Nordwestdeutschlands lag im heutigen Hamburg-Neuengamme. Die Nationalsozialisten inhaftierten im Hauptlager und in den über 85 Außenlagern mehr als 100.000 Menschen aus ganz Europa. Nur die Hälfte von ihnen hat überlebt.
Kaum eine Entdeckung hat die Deutschen nach Ende des 2. Weltkriegs so verstört wie die der Konzentrationslager. In Hamburg Neuengamme errichteten die Nationalsozialisten 1938 ein Stammlager mit 86 Außenlagern, in denen sie 50.000 Menschen ermordeten. Das NDR Landesfunkhaus Hamburg widmet als erstes dem Thema nun eine eigene Fernsehdokumentation: In „Geraubte Leben – Europa im KZ Neuengamme“ kommen Überlebende aus ganz Europa zu Wort.

Der Film berichtet von den Lebens- und Arbeitsbedingungen der Inhaftierten, vom Verlust ihrer Familie, von Freundschaften im KZ und dem allgegenwärtigen Tod. Ein heute 97jähriger, der in Hamburg geboren wurde und aufwuchs, erzählt, wie er eines der Neuengammer Außenlager als britischer Militärarzt befreite. Eine ehemalige SS-Aufseherin schildert in einem Tondokument ihre Eindrücke von der Arbeit in einem KZ. Einer der 20 Hauptzeugen in den Curiohaus-Prozessen erklärt, wie er gegen die SS-Wachleute und Hauptangeklagten aussagte – und bei ihrem Anblick immer noch Angst empfand. Bislang nie gesendete Filmsequenzen, die jahrzehntelang unter Verschluss lagen, komplettieren die Dokumentation.

Für die 45-minütige Dokumentation suchten die Autoren Maiken Nielsen und Jan Liebold Überlebende in ganz Europa - Menschen aus Frankreich, Tschechien, Israel und Russland, die während ihrer Zeit im KZ Teenager waren - und interviewten sie in ihrer Muttersprache, mit Ausnahme derjenigen, die ihre Erlebnisse lieber auf Deutsch schildern wollten.

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