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Panorama [2015.02.15]

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Katalogzettel

Titel Panorama [2015.02.15]
Titelzusatz Bauen für viele
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende ORF 2 [Sendeanstalt]
Datum 2015.02.15 [Sendedatum]
Schlagworte Medien und Kommunikation ; Gesellschaft ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DVD [DVD]
Sprache Deutsch
Signatur 12-11089_04
Medienart DVD

Information

Inhalt

Harry Glück, der Doyen des sozialen Wohnbaus in Wien, feiert am 20. Februar seinen 90. Geburtstag. Für „PANORAMA“ ein Anlass, einen Streifzug durch die Sünden und Highlights des sozialen Bauens nach 1945 zu unternehmen.
Der erste „Wolkenkratzer“, den die Gemeinde Wien im Rahmen des sozialen Wohnbaus errichtete, das Matzleinsdorfer Hochhaus, war noch ein stolzes Symbol für den Wiederaufbau der 1950er Jahre, über das sogar die „Zeit im Bild“ berichtete.

Mit den Satellitenstädten am Stadtrand kam der soziale Wohnbau spätestens in den 1970er Jahren in Verruf. Die uniformen Schlafstädte seien Horte der Kriminalität und des Vandalismus, hieß es. Auch Verhaltensforscher Otto König polemisierte gegen Hochhäuser: Diese seien „unsympathisch“ und steigerten somit den Blutdruck und die Aggression. Robert Dornhelm wagte sich 1973 für den ORF in die Wiener Großfeldsiedlung und stellte die Probleme der dort ansässigen Jugendlichen dar. Den Planern der Wohnsilos stellte auch er kein gutes Zeugnis aus.

Wie man dem sozialen Wohnbau ein humaneres Antlitz verleihen könnte, darüber machte sich in den 1970er Jahren unter anderem auch Malerfürst Friedensreich Hundertwasser Gedanken. Mit großer Geste tat er seine Ideen 1972 in der Sendung „Wünsch Dir was“ kund – sehr zum Gaudium des Publikums. Der Swimmingpool am Dach wurde zum (umstrittenen) Markenzeichen der sozialen Wohnbauten Harry Glücks. Seine Visionen zum sozialen Bauen verwirklichte der Architekt in vielen Bauprojekten in Wien. Die Wohnzufriedenheit dort sei hoch, berichtete „Kultur Speziell“ 1975.

Ein berüchtigtes Wahrzeichen für die Irrungen des Sozialen Wohnbaus der 1970er Jahre, die Wohntürme am Harter Plateau bei Linz, wurden 2003 kurzerhand gesprengt. Ein spektakuläres, europaweit einzigartiges Ereignis, das 50.000 Zuschauer anlockte. Gudrun Kampelmüller war für „Thema“ live dabei und interviewte ehemalige Bewohner.

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