Aufgetischt im Wiener Servitenviertel
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Katalogzettel
| Titel | Aufgetischt im Wiener Servitenviertel |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Saarländischer Rundfunk [Sendeanstalt]
|
| Datum |
2015.02.20 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Kultur ; Nahrung ; Alltag ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-04858_K01, E52-04858 e52-04858 |
| Medienart | Mediendatei |
Information
Inhalt
Sonnenaufgang. Morgendliches Vogelgezwitscher. Musik. Die Kamera schwebt über das Stadtviertel. Die sanfte Fahrt beginnt im Gegenlicht am Donaukanal, streift Kahlenberg und Leopoldsberg im Norden und verdichtet sich auf den Dächern des 9. Bezirks. Morgenstimmung im Wiener Servitenviertel. Die Kamera beobachtet, wie die Tische vor dem Gasthaus "Rebhuhn" herausgestellt werden. Aus dem Gehsteig wird ein Schanigarten. In der "Zweigstelle", dem Hotspot für florale Installationen in der Porzellangasse, werden frische Blumen angeliefert und gleich auf die Straße gestellt. Der Ägypter Sayed Anwar arrangiert liebevoll Zeitungen und Zeitschriften vor seinem Kiosk am Schnittpunkt, der Kreuzung Berggasse und Porzellangasse. Ein alltäglicher Morgen! Aber für "Aufgetischt" die Ouvertüre zu einem abwechslungsreichen Spaziergang durch das Viertel mit literarischen und kulinarischen Begegnungen. Einst bestand diese Gegend aus mehreren Inseln, die von Seitenarmen der damals unregulierten Donau getrennt wurden. Die Bevölkerung verdiente vor allem mit Fischerei und Schifffahrt ihren Lebensunterhalt.
Der Name des Viertels geht auf das 1639 gegründete Servitenkloster zurück. Es ist wie ein Dorf inmitten der Stadt, das Servitenviertel. Nur einige Gehminuten von der Innenstadt entfernt liegt es, begrenzt von zwei Hauptverkehrsadern, dem Ring und der Rossauer Lände, unweit des Donaukanals. . Einer der bekanntesten "Dorfbewohner" ist der Autor und Musiker Stephan Slupetzky. Hier ist er aufgewachsen, in die Schubert-Schule gegangen, hier schreibt er seine Kriminalromane, hier probt er mit seiner Wienerlied-Band "Trio Lepschi", hier lebt er mit seiner Familie.
"Ich hab natürlich so etwas wie Sehnsucht nach der Südsee, genährt von den Romanen meiner Kindheit. Aber ich fahr dort sicher nicht hin, denn sonst mach ich mir die Sehnsucht kaputt".
Sein Romanheld "Lemming" denkt ähnlich wie er, treibt er sich doch am liebsten im Viertel herum. Verbrecher gibt es ja wohl überall.
Wie Inseln im Strom der Großmärkte und des Überflusses muten kleine alte Geschäfte an, wie die Eisenwarenhandlung und die Drogerie in der Liechtensteinstraße, in der ein Hocker steht, auf dem angeblich Sigmund Freud gesessen ist.
Kulinarisch betrachtet ist das Servitenviertel ein Eldorado. Vom Kebab, über Spezialitäten aus Pakistan (Der Wiener Deewan), polnische Knödel (Gasthaus Koperwas), Künstler-Toasts (des Berliner Fotografen Andreas Riedel), amerikanisch-österreichische Cupcakes (Cupcakes Manufaktur), balkanisches Sarma (Rebhuhn) bis zu italienischer Pasta (Pasteria) reicht das aufgetischte Angebot. Das Wiener Grätzl am Alsergrund als kultureller und kulinarischer Schmelztiegel, als Gastgeber für "Aufgetischt im Wiener Servitenviertel"!
"Das Grätzl ist eine gefühlte sozialräumliche, alltagsweltliche Kategorie", sagt die Wissenschaft…
..."Diese Gegend hier lieb´ ich über alles. Diese Gegend ist für mich immer etwas Besonderes gewesen. Hier mach´ ich´s gut, hier seh´ ich Möglichkeiten, hier ist das Leben, hier möcht´ ich wohnen." sagt Heimito von Doderer.
Der Name des Viertels geht auf das 1639 gegründete Servitenkloster zurück. Es ist wie ein Dorf inmitten der Stadt, das Servitenviertel. Nur einige Gehminuten von der Innenstadt entfernt liegt es, begrenzt von zwei Hauptverkehrsadern, dem Ring und der Rossauer Lände, unweit des Donaukanals. . Einer der bekanntesten "Dorfbewohner" ist der Autor und Musiker Stephan Slupetzky. Hier ist er aufgewachsen, in die Schubert-Schule gegangen, hier schreibt er seine Kriminalromane, hier probt er mit seiner Wienerlied-Band "Trio Lepschi", hier lebt er mit seiner Familie.
"Ich hab natürlich so etwas wie Sehnsucht nach der Südsee, genährt von den Romanen meiner Kindheit. Aber ich fahr dort sicher nicht hin, denn sonst mach ich mir die Sehnsucht kaputt".
Sein Romanheld "Lemming" denkt ähnlich wie er, treibt er sich doch am liebsten im Viertel herum. Verbrecher gibt es ja wohl überall.
Wie Inseln im Strom der Großmärkte und des Überflusses muten kleine alte Geschäfte an, wie die Eisenwarenhandlung und die Drogerie in der Liechtensteinstraße, in der ein Hocker steht, auf dem angeblich Sigmund Freud gesessen ist.
Kulinarisch betrachtet ist das Servitenviertel ein Eldorado. Vom Kebab, über Spezialitäten aus Pakistan (Der Wiener Deewan), polnische Knödel (Gasthaus Koperwas), Künstler-Toasts (des Berliner Fotografen Andreas Riedel), amerikanisch-österreichische Cupcakes (Cupcakes Manufaktur), balkanisches Sarma (Rebhuhn) bis zu italienischer Pasta (Pasteria) reicht das aufgetischte Angebot. Das Wiener Grätzl am Alsergrund als kultureller und kulinarischer Schmelztiegel, als Gastgeber für "Aufgetischt im Wiener Servitenviertel"!
"Das Grätzl ist eine gefühlte sozialräumliche, alltagsweltliche Kategorie", sagt die Wissenschaft…
..."Diese Gegend hier lieb´ ich über alles. Diese Gegend ist für mich immer etwas Besonderes gewesen. Hier mach´ ich´s gut, hier seh´ ich Möglichkeiten, hier ist das Leben, hier möcht´ ich wohnen." sagt Heimito von Doderer.