Kreuz und Quer [2015.03.03]
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Kreuz und quer
Katalogzettel
| Titel | Kreuz und Quer [2015.03.03] |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Guggenberger, Christoph [Redaktion]
[GND
]
Krenn, Barbara [Redaktion] ORF 2 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2015.03.03 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Religion ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DVD [DVD] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 12-11114_02 |
| Medienart | DVD |
| Gesamtwerk/Reihe | Kreuz und quer |
Information
Inhalt
Tag der Pflicht
Die Aula ist voll mit plaudernden iranischen Schulmädchen, die violette Gewänder und weiße Hidschabs tragen. Ein Imam erklärt ihnen, dass sie im Alter von neun Jahren das "Alter der Pflicht" erreicht haben. Dies, so sagt er, sei die Zeit, in der die Pubertät beginnt - und diese sei verbunden mit religiösen Regeln. Ihre sorglosen Tage seien nun vorbei, und von nun an werde sie zudem der Engel an ihrer rechten Schulter und der Teufel an ihrer linken beobachten, um das Gute wie das Schlechte zu wägen. Der Imam fordert die Mädchen auf, pflichtbewusst und monoton zu wiederholen, wann sie den Hidschab zu tragen hätten und wann nicht. Unter lautem Jubel wird ein Stück einer Torte in Kaaba-Form abgeschnitten. - Die Szenen dieser Feier wurden 2005 aufgenommen. Acht Jahre später trifft Filmemacherin Firouzeh Khosrovani zwei der Kinder, die sie damals gefilmt hatte: die Cousinen Melika und Maryam, die auch beste Freundinnen waren. Wie ist es ihnen seither ergangen? Im intimen Rahmen ihres Milieus sprechen die beiden Frauen über ihre Vergangenheit und ihre aktuelle Situation - und wie sie ihre Zukunft sehen. Maryam trägt ihren Hidschab mit voller Überzeugung und teilt auch ihre existentiellen Zweifel im Gebet mit Gott. Melika hingegen träumt von ihrer Karriere als Schauspielerin, lackiert ihre Fingernägel und postet "Selfies" auf Instagram.
Die Aula ist voll mit plaudernden iranischen Schulmädchen, die violette Gewänder und weiße Hidschabs tragen. Ein Imam erklärt ihnen, dass sie im Alter von neun Jahren das "Alter der Pflicht" erreicht haben. Dies, so sagt er, sei die Zeit, in der die Pubertät beginnt - und diese sei verbunden mit religiösen Regeln. Ihre sorglosen Tage seien nun vorbei, und von nun an werde sie zudem der Engel an ihrer rechten Schulter und der Teufel an ihrer linken beobachten, um das Gute wie das Schlechte zu wägen. Der Imam fordert die Mädchen auf, pflichtbewusst und monoton zu wiederholen, wann sie den Hidschab zu tragen hätten und wann nicht. Unter lautem Jubel wird ein Stück einer Torte in Kaaba-Form abgeschnitten. - Die Szenen dieser Feier wurden 2005 aufgenommen. Acht Jahre später trifft Filmemacherin Firouzeh Khosrovani zwei der Kinder, die sie damals gefilmt hatte: die Cousinen Melika und Maryam, die auch beste Freundinnen waren. Wie ist es ihnen seither ergangen? Im intimen Rahmen ihres Milieus sprechen die beiden Frauen über ihre Vergangenheit und ihre aktuelle Situation - und wie sie ihre Zukunft sehen. Maryam trägt ihren Hidschab mit voller Überzeugung und teilt auch ihre existentiellen Zweifel im Gebet mit Gott. Melika hingegen träumt von ihrer Karriere als Schauspielerin, lackiert ihre Fingernägel und postet "Selfies" auf Instagram.
Generation Grundeinkommen
Die Zeit der Einzelkämpfer ist vorbei. Eine junge Generation von Menschen ist gerade dabei die Gesellschaft einem grundlegenden Wertewandel zu unterziehen. Das permanente Streben nach maximalem Profit, befriedigt sie nicht. Es werden, so sagen sie, Menschen gefördert, die funktionieren, aber nicht mehr sie selbst seien. Im Fabrikzeitalter brauchte es Pflichterfüller, die auf Belohnung und Bestrafung reagierten. Heute bräuchte es Menschen, so ihre Kritik, die ihr Potenzial nicht entfalten konnten und deshalb zum bedürftigen Konsumenten taugen. Ein Ding gegen das sie aufbegehren. Damit gehen sie Hand in Hand mit den Grundanliegen der christlichen Soziallehre – und bilden auch Koalitionen mit Gruppierungen, die aus der christlichen Soziallehre heraus gesellschaftspolitisch aktiv werden. Der Film erklärt die Motive und Ethik, die das Leben der „Generation Grundeinkommen“ heute bestimmen. Er hinterfragt die wirtschaftlichen und politischen Konzepte eines solchen Lebensstils und stellt das Verhalten der/des Einzelnen in Kontrast zu unseren Vorstellungen wie Gesellschaft als Ganzes funktioniert.
Die Zeit der Einzelkämpfer ist vorbei. Eine junge Generation von Menschen ist gerade dabei die Gesellschaft einem grundlegenden Wertewandel zu unterziehen. Das permanente Streben nach maximalem Profit, befriedigt sie nicht. Es werden, so sagen sie, Menschen gefördert, die funktionieren, aber nicht mehr sie selbst seien. Im Fabrikzeitalter brauchte es Pflichterfüller, die auf Belohnung und Bestrafung reagierten. Heute bräuchte es Menschen, so ihre Kritik, die ihr Potenzial nicht entfalten konnten und deshalb zum bedürftigen Konsumenten taugen. Ein Ding gegen das sie aufbegehren. Damit gehen sie Hand in Hand mit den Grundanliegen der christlichen Soziallehre – und bilden auch Koalitionen mit Gruppierungen, die aus der christlichen Soziallehre heraus gesellschaftspolitisch aktiv werden. Der Film erklärt die Motive und Ethik, die das Leben der „Generation Grundeinkommen“ heute bestimmen. Er hinterfragt die wirtschaftlichen und politischen Konzepte eines solchen Lebensstils und stellt das Verhalten der/des Einzelnen in Kontrast zu unseren Vorstellungen wie Gesellschaft als Ganzes funktioniert.