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Der lange Weg nach Europa - 20 Jahre EU-Beitritt Österreichs

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Katalogzettel

Titel Der lange Weg nach Europa - 20 Jahre EU-Beitritt Österreichs
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende 3sat [Sendeanstalt]
Datum 2015.03.10 [Sendedatum]
Schlagworte Politik Österreich ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-05625_K01, E52-05625 e52-05625
Medienart Mediendatei

Information

Inhalt

Am 1. Jänner 1995 - vor 20 Jahren - tritt Österreich der Europäischen Union bei. Der erste österreichische EU-Bürger wird eine Sekunde nach Mitternacht geboren. Er heißt Patrik. Zuvor hatten 66 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher für einen Beitritt zur EU gestimmt. Dem waren dramatische Verhandlungen, ein emotionaler Wahlkampf und Jahrzehnte auf einem langen Weg vorausgegangen, wie Gerhard Jelineks Dokumentation zeigt. In der Nacht auf den 2. März 1994 gingen die Verhandlungen zu Ende. Es war eine dramatische Nachtsitzung. Die Gespräche standen mehrmals kurz vor dem Scheitern. Die österreichische Delegation überlegte sogar den Abbruch der Gespräche. Minutiös wird dieser Countdown von 1994 nacherzählt. Mit den dramatischen Schilderungen dieser Nacht durch Zeitzeugen - u. a. von Franz Vranitzky, Ferdinand Lacina, Wolfgang Schüssel, dem damaligen deutschen Außenminister Klaus Kinkel, dem französischen Europaminister Alain Lamassoure, Brigitte Ederer und Erhard Busek - beginnt die TV-Dokumentation über Österreichs langen Weg nach Europa, der schon vor Abschluss des Staatsvertrags mit der Einbindung in das Marshall-Plan-Programm ab 1947 begonnen hat.
Experten wie der Politologe Anton Pelinka und der Historiker Michael Gehler sowie Zeitzeugen wie Heinz Fischer, Ludwig Steiner und Manfred Scheich ordnen die Ereignisse in einen geschichtlichen Zusammenhang ein. An Originalschauplätzen werden Fenster in die Zeitgeschichte geöffnet. Die handelnden Personen von damals berichten, wie es tatsächlich war und erzählen über die Hintergründe der Entscheidung. Es sind prägende Momente der Geschichte, die hier lebendig werden. Es ist die Geschichte einer "Landmark" (Heinz Fischer), einer politischen Weichenstellung und eines langen Weges, der noch nicht zu Ende beschritten ist.

Vision Possible - Zukunftsprojekt Europa
Denn wie sieht denn die Zukunft dieses Projektes, das für Österreich vor 20 Jahren begonnen hat, aus? Klaus Unterberger stellt sich die Frage: Wie sieht die Lebensrealität in der Europäischen Union, aber auch in Österreich in etwa 50 Jahren aus? Sie widmet sich den Zukunftsentwürfen und Zukunftsszenarien Europas, d.h. der Vorstellung unserer Gesellschaft als "Möglichkeitsraum".

Es stehen Fragen im Raum wie: Wie kann Europa angesichts von Klimawandel und Energiekrise überleben? Wie wird das Internet of Things unsere Welt prägen und welche Auswirkungen ergeben sich durch neue Technologien auf den Alltag der Menschen? Bringt die neue Welt der Daten beängstigende Überwachung oder eine neue, zweite Aufklärung? Wie verändert Big Data unser Verständnis von Demokratie? Hat das Modell des europäischen Sozialstaats noch eine Chance?

Künftige Entwicklungen im gemeinsamen Europa sind nicht ausschließlich eine Frage von Sachzwängen, persönlicher politischer Ohnmacht und Fremdbestimmung ("Die da in Brüssel"). Auf der anderen Seite steht die Gestaltbarkeit europäischer Gesellschaften mit globalen Realitäten in konzentrischer Beziehung. Die Zukunftsvisionen (gerechtere Gesellschaft, Wünsche, Erwartungen) werden mit der Frage verkoppelt, welches Europa erwartet diese junge Generation? In welchem Lebensumfeld wird die Realisierung dieser Perspektiven stattfinden? Mit welchen ökologischen, ökonomischen, industriellen, ressourcen-technischen, migrationspolitischen Realitäten ist diese Generation konfrontiert? Wie sieht die Arbeitswelt der Zukunft aus? Wird und soll es künftig überhaupt noch Arbeit für alle geben?
Dazu sollen, nach vier Themenbereichen gegliedert, namhafte österreichische und europäische Expert/innen Auskunft geben, durchaus auch kontroversiell Thesen und Ausblicke formulieren.

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