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Kreuz und Quer [2015.03.10]

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Kreuz und quer

Katalogzettel

Titel Kreuz und Quer [2015.03.10]
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Guggenberger, Christoph [Redaktion] [GND ]
Guggenberger, Christoph [Redaktion] [GND ]
ORF 2 [Sendeanstalt]
Datum 2015.03.10 [Sendedatum]
2015 [Produktionsdatum]
2012 [Produktionsdatum]
Schlagworte Gesellschaft ; Religion ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DVD [DVD]
Sprache Deutsch
Signatur 12-11158_02
Medienart DVD
Gesamtwerk/Reihe Kreuz und quer

Information

Inhalt

Tochter Indiens - Das Protokoll einer Vergewaltigung
Im Dezember 2012 wird die 23-jährige Medizinstudentin Jyoti Singh im indischen Delhi von sechs Männern brutal vergewaltigt und so ungeheuerlich misshandelt, dass sie zwei Wochen später ihren schweren, inneren Verletzungen erliegt. Das Verbrechen an der jungen Frau wird zum Ausgangspunkt einer beispiellosen Protestbewegung. Als "Tochter Indiens" wird Jyoti Singh zum Symbol für den Kampf gegen Ungleichheit und die Unterdrückung von Menschen, deren einziger Makel ihr Geschlecht ist. Die Dokumentation erzählt Jyoti Singhs Geschichte - und legt zugleich schonungslos die Mentalität dieser männlich dominierten Gesellschaft bloß, die eine solche Tat erst möglich gemacht hat.
Nur so wie die anderen - Transsexuell in Teheran
Ein Film von Tanaz Eshaghian

Für die anschließende Dokumentation "Nur so wie die anderen - Transsexuell in Teheran" (23.30 Uhr) begleitete die aus dem Iran stammende Filmemacherin Tanaz Eshaghian einige iranische Männer und Frauen, die sich in einer Spezialklinik der Geschlechtsumwandlung unterzogen haben, und zeigt, wie sie mit ihrer neuen Identität zurechtkommen und mit welchen Problemen sie nun konfrontiert sind.

Im islamischen Gottesstaat Iran ist Homosexualität strengstens verpönt. Wer bei sexuellen Handlungen mit einem gleichgeschlechtlichen Partner erwischt wird, muss mit der Todesstrafe rechnen. Homosexuelle Männer und Frauen sind also gezwungen, ihre Beziehungen strikt im Geheimen zu leben. Seit jedoch im Jahr 1983 durch eine Fatwa, ein Rechtsgutachten, von Ayatollah Khomeini Geschlechtsumwandlungen gestattet wurden, nutzen viele Homosexuelle diese Möglichkeit. Sie unterziehen sich aufwendigen Operationen, um auf diese Weise ganz legal mit ihrem Wunschpartner zusammenleben zu können.
Dr. Mirjalali ist einer der führenden iranischen Experten auf dem Gebiet der chirurgischen Geschlechtsumwandlung, rund 450 solcher Operationen hat er in den vergangenen Jahren in Teheran durchgeführt. Zu ihm kommen sowohl Männer als auch Frauen, die ihr Geschlecht ändern wollen. Eine Frage dabei ist, ob es sich tatsächlich um transsexuelle Menschen oder schlicht und einfach um Menschen handelt, die sich zu Personen des gleichen Geschlechts hingezogen fühlen, also homosexuell sind.

In ihrer sehr berührenden Dokumentation zeigt Tanaz Eshaghian Menschen, die entweder bereits eine Geschlechtsumwandlung hinter sich haben oder die sich auf die Operation vorbereiten. Und sie verschweigt dabei auch nicht, dass eine Geschlechtsumwandlung keine Garantie für ein glückliches Leben ist.

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