Orientierung [2015.03.15]
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Orientierung
Katalogzettel
| Titel | Orientierung [2015.03.15] |
| Titelzusatz |
Das Religionsmagazin |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Riedl-Daser, Christoph [Moderation]
Steidl, Norbert [Redaktion] ORF 2 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2015.03.15 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Medien und Kommunikation ; Religion ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DVD [DVD] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 12-11168_03 |
| Medienart | DVD |
| Gesamtwerk/Reihe | Orientierung |
Information
Inhalt
Kirche gegen Mafia: Der Vatikan kämpft gegen das organisierte Verbrechen
Seit jeher nimmt die Mafia Anleihen am Katholizismus. Seit den Gründungsjahren im 19. Jahrhundert demonstrieren Mafiosi öffentlich ihren vermeintlich tiefen Glauben. Wie hält es also die katholische Kirche mit diesen schwarzen Schafen? Papst Franziskus lässt keinen Zweifel aufkommen: Wer Mitglied einer Mafia-Organisation ist, ist automatisch exkommuniziert. Doch nicht nur der Papst, auch mutige Priester bekämpfen das organisierte Verbrechen. Pfarrer wie Don Panizza aus Lamezia Terme und Don Luigi Ciotti, der als Italiens meistgefährdeter Geistlicher gilt, stellen sich Tag für Tag dieser Herausforderung und riskieren dabei ihr Leben.
Bericht: Mathilde Schwabeneder
Wahlen in Israel: Religiöse Rebellin gründet ultraorthodoxe Frauenpartei
Am kommenden Dienstag finden in Israel Parlamentswahlen statt. In der scheidenden israelischen Regierung unter Benjamin Netanjahu waren die strengreligiösen Parteien ausnahmsweise nicht vertreten, aber es ist zu erwarten, dass sie an der nächsten Koalition wieder beteiligt sein werden. Sicher ist, dass die so genannten „Charedim“ – die „Gottesfürchtigen“ – keine Frauen auf ihren Abgeordneten- und Ministerbänken sitzen lassen werden. Deshalb haben einige Frauen nun eine eigene strengreligiöse Partei gegründet – in diesem extrem konservativen Segment der israelischen Gesellschaft eine kleine Revolution.
Bericht: Ben Segenreich
„Missing Image“: Kunstinstallation erinnert an Demütigung der Juden 1938
Wien, 1938: Männer und Frauen stehen auf einer Straße in Wien, sie lachen hämisch, drängen nach vorne. Auf dem Boden knien zwei Männer, die gezwungen werden, die Straße zu reinigen. „Reibpartien“ wurde diese Erniedrigung von Jüdinnen und Juden nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an Nazi-Deutschland genannt. Die Filmemacherin Ruth Beckermann hat für ihre Installation „The Missing Image“ den bisher einzigen bekannten Filmclip einer solchen Aktion bearbeitet. Zu sehen ist diese am „Mahnmal gegen Krieg und Faschismus“ in Wien auf dem Platz vor der Albertina, das von Alfred Hrdlicka geschaffen wurde. Beckermann setzt die Bronzefigur, die einen straßewaschenden Juden darstellt, damit in einen neuen Zusammenhang. Sie schließt eine Lücke und zeigt die bisher fehlenden Bilder der hämisch grinsenden Zuschauer. Die Installation „The Missing Image“ am Platz vor der Albertina in Wien ist bis zum 10. November zu sehen.
Bericht: Sandra Szabo
Die Auflösung des Kreuzes: Kunst und das Grab des Dichters Gert Jonke
Mit der Fastenzeit und der nahenden Karwoche rückt für Christinnen und Christen auch der Gedanke an die Endlichkeit des irdischen Daseins verstärkt ins Blickfeld. Und wie die Religion kann auch Kunst wesentlich dazu beitragen, einerseits das Leben zu bewältigen, andererseits aber auch den Umgang mit dem Tod zu erleichtern. Im dichterischen Werk des Künstlers Gert Jonke (1946 – 2009) ist die Aufhebung der Schwerkraft, das absolute Auflösen des Künstlers in der Poesie, zentrales Thema. Angesichts des schlichten Holzkreuzes auf dem Grab des Dichters und der von diesem Kreuz ausgehenden Symbolkraft begann dessen Lebensgefährtin Ingrid Ahrer, den schmerzlichen Verlust aufzuarbeiten. Aus der privaten Betroffenheit ist so über fünf Jahre hinweg ein Kunstprojekt entstanden, das derzeit im Robert-Musil-Literatur-Museum in Klagenfurt Gegenstand einer Ausstellung ist.
Bericht: Martin Polasek
Seit jeher nimmt die Mafia Anleihen am Katholizismus. Seit den Gründungsjahren im 19. Jahrhundert demonstrieren Mafiosi öffentlich ihren vermeintlich tiefen Glauben. Wie hält es also die katholische Kirche mit diesen schwarzen Schafen? Papst Franziskus lässt keinen Zweifel aufkommen: Wer Mitglied einer Mafia-Organisation ist, ist automatisch exkommuniziert. Doch nicht nur der Papst, auch mutige Priester bekämpfen das organisierte Verbrechen. Pfarrer wie Don Panizza aus Lamezia Terme und Don Luigi Ciotti, der als Italiens meistgefährdeter Geistlicher gilt, stellen sich Tag für Tag dieser Herausforderung und riskieren dabei ihr Leben.
Bericht: Mathilde Schwabeneder
Wahlen in Israel: Religiöse Rebellin gründet ultraorthodoxe Frauenpartei
Am kommenden Dienstag finden in Israel Parlamentswahlen statt. In der scheidenden israelischen Regierung unter Benjamin Netanjahu waren die strengreligiösen Parteien ausnahmsweise nicht vertreten, aber es ist zu erwarten, dass sie an der nächsten Koalition wieder beteiligt sein werden. Sicher ist, dass die so genannten „Charedim“ – die „Gottesfürchtigen“ – keine Frauen auf ihren Abgeordneten- und Ministerbänken sitzen lassen werden. Deshalb haben einige Frauen nun eine eigene strengreligiöse Partei gegründet – in diesem extrem konservativen Segment der israelischen Gesellschaft eine kleine Revolution.
Bericht: Ben Segenreich
„Missing Image“: Kunstinstallation erinnert an Demütigung der Juden 1938
Wien, 1938: Männer und Frauen stehen auf einer Straße in Wien, sie lachen hämisch, drängen nach vorne. Auf dem Boden knien zwei Männer, die gezwungen werden, die Straße zu reinigen. „Reibpartien“ wurde diese Erniedrigung von Jüdinnen und Juden nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an Nazi-Deutschland genannt. Die Filmemacherin Ruth Beckermann hat für ihre Installation „The Missing Image“ den bisher einzigen bekannten Filmclip einer solchen Aktion bearbeitet. Zu sehen ist diese am „Mahnmal gegen Krieg und Faschismus“ in Wien auf dem Platz vor der Albertina, das von Alfred Hrdlicka geschaffen wurde. Beckermann setzt die Bronzefigur, die einen straßewaschenden Juden darstellt, damit in einen neuen Zusammenhang. Sie schließt eine Lücke und zeigt die bisher fehlenden Bilder der hämisch grinsenden Zuschauer. Die Installation „The Missing Image“ am Platz vor der Albertina in Wien ist bis zum 10. November zu sehen.
Bericht: Sandra Szabo
Die Auflösung des Kreuzes: Kunst und das Grab des Dichters Gert Jonke
Mit der Fastenzeit und der nahenden Karwoche rückt für Christinnen und Christen auch der Gedanke an die Endlichkeit des irdischen Daseins verstärkt ins Blickfeld. Und wie die Religion kann auch Kunst wesentlich dazu beitragen, einerseits das Leben zu bewältigen, andererseits aber auch den Umgang mit dem Tod zu erleichtern. Im dichterischen Werk des Künstlers Gert Jonke (1946 – 2009) ist die Aufhebung der Schwerkraft, das absolute Auflösen des Künstlers in der Poesie, zentrales Thema. Angesichts des schlichten Holzkreuzes auf dem Grab des Dichters und der von diesem Kreuz ausgehenden Symbolkraft begann dessen Lebensgefährtin Ingrid Ahrer, den schmerzlichen Verlust aufzuarbeiten. Aus der privaten Betroffenheit ist so über fünf Jahre hinweg ein Kunstprojekt entstanden, das derzeit im Robert-Musil-Literatur-Museum in Klagenfurt Gegenstand einer Ausstellung ist.
Bericht: Martin Polasek