Tod von Seibane Wague im "Afrika-Kulturdorf" im Wiener Stadtpark 2003
Katalogzettel
| Titel | Tod von Seibane Wague im "Afrika-Kulturdorf" im Wiener Stadtpark 2003 |
| Spieldauer | 00:01:01 |
| Urheber/innen |
ORF Radio Österreich 1 [Produzent]
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| Mitwirkende |
Tüchler, Gabriele [Gestaltung]
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| Datum |
2003.07.21 [Sendedatum] |
| Ort |
Wien, Stadtpark [Ortsbezug]
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| Schlagworte | Politik Österreich ; Gesellschaft ; Exekutive ; Medizin ; Tod ; Rassismus ; Radiosendung-Mitschnitt |
| Örtliche Einordnung |
Bundesland / Wien
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|
21. Jahrhundert - Nullerjahre
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| Typ | audio |
| Format |
DAT [DAT-Kassette] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | Österreichische Mediathek, j-20030721_b03_k02 |
| Medienart | Mp3-Audiodatei |
Wien, Stadtpark. Bild: CC BY-SA 3.0 AT. Österreichische Mediathek 2015.
Information
Inhalt
Am 15. Juli 2003 starb Seibane Wague in der Folge eines Polizei- und Rettungseinsatzes im "Afrika-Kulturdorf" im Wiener Stadtpark. Nach einem Wutanfall wurde der 33-jährige Mauretanier von Polizei und Rettungskräften mittels einer Beruhigungsspritze ruhiggestellt und zu Boden gedrückt, wo er reglos liegen blieb. Kurze Zeit nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus starb er an Herzversagen. Es wurden schwere Vorwürfe gegenüber Sanitätern und der Polizei wegen Misshandlung laut.
Dieser Ausschnitt aus dem Ö1-Nachtjournal vom 21. Juli 2003 berichtet vom Auftauchen eines privaten Videos eines Anrainers, der die Szene von einem gegenüberliegenden Haus gefilmt hatte, das den ursprünglichen Stellungnahmen von Polizei und Einsatzkräften widerspricht. Auf dem Video ist zu sehen, wie Sanitäter und eine Polizistin minutenlang ihre Füße auf den Körper des gefesselten und bereits reglos am Boden liegenden Mann stellten, um ihn niederzuhalten. Im Jahr 2005 endete der Prozess gegen zehn Angeklagte wegen fahrlässiger Tötung mit acht Freisprüchen und bedingten Haftstrafen für den Notarzt und einen Polizisten. Alle an diesem Einsatz Beteiligten konnten weiter in ihren Berufen tätig bleiben. Für Aufsehen sorgte, dass einer der beteiligten Sanitäter im Jahr 2008 in einer ORF-Doku-Soap als heldenhafter Rettungsfahrer porträtiert wurde.
Dieser Ausschnitt aus dem Ö1-Nachtjournal vom 21. Juli 2003 berichtet vom Auftauchen eines privaten Videos eines Anrainers, der die Szene von einem gegenüberliegenden Haus gefilmt hatte, das den ursprünglichen Stellungnahmen von Polizei und Einsatzkräften widerspricht. Auf dem Video ist zu sehen, wie Sanitäter und eine Polizistin minutenlang ihre Füße auf den Körper des gefesselten und bereits reglos am Boden liegenden Mann stellten, um ihn niederzuhalten. Im Jahr 2005 endete der Prozess gegen zehn Angeklagte wegen fahrlässiger Tötung mit acht Freisprüchen und bedingten Haftstrafen für den Notarzt und einen Polizisten. Alle an diesem Einsatz Beteiligten konnten weiter in ihren Berufen tätig bleiben. Für Aufsehen sorgte, dass einer der beteiligten Sanitäter im Jahr 2008 in einer ORF-Doku-Soap als heldenhafter Rettungsfahrer porträtiert wurde.