Ernst Freiherr von Plener spricht 1907 im Parlament über das allgemeine Männerwahlrecht
Katalogzettel
| Titel | Ernst Freiherr von Plener spricht 1907 im Parlament über das allgemeine Männerwahlrecht |
| Spieldauer | 00:01:09 |
| Mitwirkende |
Plener, Ernst von [Redner/in]
[GND
]
Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften [Produzent] |
| Datum |
1907.01.31 [Aufnahmedatum] |
| Ort |
Wien, Parlament [Ortsbezug]
|
| Schlagworte | Politik Österreich ; Wahlen ; Liberale ; Parlament ; Reden und Ansprachen ; Publizierte und vervielfältigte Aufnahme |
| Örtliche Einordnung |
Bundesland / Wien
|
|
20. Jahrhundert - Nullerjahre
|
|
| Typ | audio |
| Format |
CD [Compact Disc] |
| Sprache |
Deutsch |
| Rechte |
Mit freundlicher Genehmigung: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Tondokumente aus dem Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Gesamtausgabe der Historischen Bestände 1899-1950. Serie 2: Stimmporträts (OEAW PHA CD 8) |
| Link |
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften |
| Signatur | Österreichische Mediathek, 8-30489_b19_k02 |
| Medienart | Mp3-Audiodatei |
Parlament (Ansichtskarte 1905) Scan: CC BY-SA 3.0 AT. Österreichische Mediathek 2015.
Information
Inhalt
Ernst Freiherr von Plener (1841–1923) sprach am 31. Jänner 1907 im Parlament über seine Zweifel am allgemeinen Männerwahlrecht. Dieses wurde tatsächlich noch im selben Jahr durchgesetzt und war der erste Schritt zu einem allgemeinen Wahlrecht in Österreich, das jedoch erst 1919 mit dem Wahlrecht für Frauen vollendet wurde.
Ernst von Plener war einer der gewichtigsten Führer der Altliberalen, die zum Zeitpunkt dieser Aufnahme allerdings bereits sehr an parlamentarischem Einfluss verloren hatten. Als "Honoratiorenpartei" älteren Typs kamen aus diesen Kreisen auch Bedenken gegen die Ausweitung des Wahlrechtes, die 1906 vom Reichsrat beschlossen worden war (allgemeines Männerwahlrecht). Plener bringt seine Argumente bei diesem im Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften aufgenommenen "Phonogramm" denn auch zum Ausdruck.
Transkript: "Geht schon? Ein … eine Wahlreform soll nicht nach einem abstrakten Prinzip, sondern danach beurteilt werden, ob sie ein für die Besorgung der Geschäfte des Staats und der Gesetzgebung am besten geeignetes Parlament schafft. Ich hatte bei der Beschließung des allgemeinen Stimmrechtes den Zweifel, ob die große Masse der kleinen Leute, welche nunmehr das Übergewicht erhalten werden, die Fähigkeit und Reife besitzen, um den besonders schwierigen Aufgaben der österreichischen Politik zu entsprechen. Die Interessenpolitik der Massen und die Aufgaben eines alten Staates sind nicht leicht zu überbrücken."
Ernst von Plener war einer der gewichtigsten Führer der Altliberalen, die zum Zeitpunkt dieser Aufnahme allerdings bereits sehr an parlamentarischem Einfluss verloren hatten. Als "Honoratiorenpartei" älteren Typs kamen aus diesen Kreisen auch Bedenken gegen die Ausweitung des Wahlrechtes, die 1906 vom Reichsrat beschlossen worden war (allgemeines Männerwahlrecht). Plener bringt seine Argumente bei diesem im Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften aufgenommenen "Phonogramm" denn auch zum Ausdruck.
Transkript: "Geht schon? Ein … eine Wahlreform soll nicht nach einem abstrakten Prinzip, sondern danach beurteilt werden, ob sie ein für die Besorgung der Geschäfte des Staats und der Gesetzgebung am besten geeignetes Parlament schafft. Ich hatte bei der Beschließung des allgemeinen Stimmrechtes den Zweifel, ob die große Masse der kleinen Leute, welche nunmehr das Übergewicht erhalten werden, die Fähigkeit und Reife besitzen, um den besonders schwierigen Aufgaben der österreichischen Politik zu entsprechen. Die Interessenpolitik der Massen und die Aufgaben eines alten Staates sind nicht leicht zu überbrücken."