Bruno Kreisky zum Anschlag auf die Synagoge in der Seitenstettengasse am 19. August 1981
Katalogzettel
| Titel | Bruno Kreisky zum Anschlag auf die Synagoge in der Seitenstettengasse am 19. August 1981 |
| Spieldauer | 00:01:37 |
| Urheber/innen |
ORF [Produzent]
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| Mitwirkende |
Broukal, Josef [Moderation]
[GND
]
Kreisky, Bruno [Interviewte/r] [GND ] |
| Datum |
1981.08.31 [Sendedatum] |
| Ort |
Wien, Synagoge Seitenstettengasse [Ortsbezug]
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| Schlagworte | Politik Österreich ; Gesellschaft ; Terror ; PLO ; Sicherheit ; Außenpolitik ; Antisemitismus ; Radiosendung-Mitschnitt |
| Örtliche Einordnung |
Bundesland / Wien
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20. Jahrhundert - 90er Jahre
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| Typ | audio |
| Format |
TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Sprache |
Deutsch |
| Rechte |
Mit freundlicher Genehmigung: ORF |
| Signatur | Österreichische Mediathek, jf-810831_b03_k02 |
| Medienart | Mp3-Audiodatei |
Der Wiener Stadttempel in der Seitenstettengasse. Bild: CC BY-SA 3.0 AT. Österreichische Mediathek 2015.
Information
Inhalt
Bundeskanzler Bruno Kreisky nimmt im Ö1-Journal Stellung zum Anschlag auf die Synagoge in der Seitenstettengasse 4 am 19. August 1981, bei dem zwei Menschen getötet und zwanzig weitere verletzt wurden. Die Attentäter, die der palästinensischen Extremistengruppe "Fatah Revolutionärer Rat" (auch bekannt als Abu-Nidal-Gruppe) zugeordnet werden, warfen während eines Gottesdienstes Handgranaten in das Gebäude und feuerten mit Schusswaffen auf die Gläubigen. Die zwei Attentäter wurden verhaftet und zu lebenslanger Haft verurteilt. Auf den Vorwurf israelischer Medien und Regierungsbeamter, Österreichs Verbindungen zur Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) hätten den Anschlag mitverursacht, reagierte Kreisky ungehalten. Er argumentierte, dass vielmehr Israels unversöhnliche Haltung gegenüber den Palästinensern die Ursache des Terroranschlags sei. Es war dies nach kurzer Zeit bereits der zweite Anschlag nach dem 22. April 1979, als eine Explosion im Hof der Synagoge großen Sachschaden zur Folge hatte. Die Synagoge in der Seitenstettengasse, die Hauptsynagoge von Wien und auch als jüdischer Stadttempel bekannt, steht daher bis heute unter hohen Sicherheitsvorkehrungen.