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Minze, Mangold, alte Mauern - Gartenlust in Niederösterreich

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Erlebnis Österreich

Katalogzettel

Titel Minze, Mangold, alte Mauern - Gartenlust in Niederösterreich
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Daxberger, Sabine [Gestaltung]
ORF 2 [Sendeanstalt]
ORF Landesstudio Niederösterreich [Produzent]
Datum 2015.09.27 [Sendedatum]
Schlagworte Gesellschaft ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt
Örtliche Einordnung Niederösterreich
Typ video
Format DVD [DVD]
Sprache Deutsch
Signatur 12-11627_03
Medienart DVD
Gesamtwerk/Reihe Erlebnis Österreich

Information

Inhalt

Ausgangspunkt ist der Weinviertler Bauerngarten der Familie Eisner in Röhrabrunn: Ein Schaugarten, der im Rahmen der Aktion „Natur im Garten“ von Interessierten besichtigt werden kann – mit Sommerhäuschen und Teich, jeder Menge Stauden und Blumen. Einige Hühner, Obstbäume, Gemüse- und Kräuterbeete ergänzen die Gartenvielfalt.

Danach geht es weit zurück in die Geschichte - und ins germanische Freilichtmuseum Elsarn im Straßertal im Waldviertel, wird heute noch so angepflanzt wie im dritten und vierten Jahrhundert nach Christus. Im Mittelpunkt standen damals u.a. Mangold, Hülsenfrüchte und Urgetreide – und auch schon Fruchtfolgen, Fruchtwechsel und Bracheflächen.

Ins Mittelalter führt der so genannte Capitulare-Schaugarten im Schlosspark von Gainfarn in Bad Vöslau im Industrieviertel, der nach Ideen von Karl dem Großen angelegt worden ist. Der hatte vor 1.200 Jahren nach einer großen Hungersnot angeordnet, bei allen öffentlichen Gebäuden 73 verschiedene Pflanzen und 26 Obstbäume zu setzen. Dazu zählten Salate, Petersilie oder Pastinaken, verschiedene Heilpflanzen und auch Raritäten wie die Siegwurz – aus ihr wurde letztlich die heutige Gladiole entwickelt.

Auch der Paradiesgarten im Stift Melk im Mostviertel hat seine Wurzeln im Mittelalter: Er wurde nach den Vorlagen einer ersten bedeutenden Gartenschrift aus dem neunten Jahrhundert gestaltet. Ein Benediktinermönch von der Bodensee-Insel Reichenau erzählt darin in Gedichtform von seinem Garten und von den dort anfallenden Arbeiten wie dem richtigen Gießen und dem Anlegen von Mischkulturen.

In der Renaissance und im Frühbarock haben vor allem die Schönheit und die repräsentative Gestaltung von Gärten die Oberhand gewonnen – das zeigen u.a. die Anlagen im Schloss Greillenstein im Waldviertel. Architektonische Blickfänge wie steinernen Zwerge und ein Drache sind hier ebenso wichtige Gestaltungsmerkmale wie eine Steintreppe und ein imposantes Wasserspiel.

Im originalgetreu rekonstruierten Kaisergarten der Kartause Mauerbach im Wienerwald schließlich verzaubern 14 Sorten von Barock-Rosen die Besucher. Die Gartenanlage wird von zwei Gevierten geprägt, die Jesus und Maria gewidmet sind. Die Beete sind nach verschiedenen christlichen Symbolen geformt – vom Kreuz bis zur Lilie; bepflanzt wurden sie mit christlichen Symbolgewächsen wie Gnadenkraut und Frauenmantel, Erdbeeren und Rosen.

Nicht zuletzt wurde in Mauerbach auch der frühere Zellengarten der Kartäusermönche, die hier vier Jahrhunderte gelebt haben, wiederhergestellt.

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